E-Scooter-Regeln werden massiv verschärft – Strafen steigen

Eine Person mit dunkler Tasche und in kompletter Jeansbekleidung steht auf einem E-Roller in der Stadt bereit. Im Hintergrund sind Gebäude und einige Bäume zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Nature

Die Zahl der Unfälle mit elektronischen Tretrollern ist in die Höhe geschossen. Nun werden die E-Scooter-Regeln deutlich verschärft. Worauf Fahrer auf Deutschlands Straßen achten müssen und welche Vorgaben für Hersteller gelten ‒ ein Überblick.

Sie sind praktisch, kostengünstig und besonders flexibel. E-Scooter bergen allerdings auch Gefahren. Schon bald gelten neue Regeln.

Unterwegs mit dem E-Roller: Zahl der Unfälle steigt

Unerfahrenheit und Regelverstöße erhöhen das Unfallrisiko bei E-Scooter-Fahrern. Statistiken zeigen, dass bei vielen Kollisionen auch Alkohol eine wichtige Rolle spielt. Tausende Personen wurden im Jahr 2025 bei einem Unfall verletzt ‒ insgesamt 38 Menschen mussten sogar ihr Leben lassen. Weil die Schäden und Risiken weiter ansteigen, soll sich nun einiges ändern. Dabei bietet das praktische Fortbewegungsmittel grundsätzlich einige Vorteile: E-Scooter schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Im Gegensatz zu Autos verursachen sie außerdem keine wesentliche Schadstoffbelastung und nehmen deutlich weniger Platz ein. Dennoch ist die Nutzung nicht ganz ungefährlich.

E-Scooter-Regeln werden verschärft: Das ändert sich

Eine bedeutende Neuerung gilt für die Sicherheitsvorgaben am Gerät. Ab 2027 produzierte E-Scooter müssen höheren technischen Standards entsprechen. Betroffen sind unter anderem Bremsen und Batterien. Hinzu kommt die Vorgabe, dass Hersteller ihre E-Scooter künftig mit Blinkern ausstatten müssen. Bislang ist die Praxis für E-Roller-Fahrer nicht ganz unproblematisch: Beim Abbiegen benutzen viele ein Handzeichen, doch holprige Straßen stellen ein Risiko für die Sicherheit dar.

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Wer bereits einen elektrischen Flitzer als Privatnutzer besitzt, kann unbesorgt bleiben: Der Roller muss einen Versicherungsschutz und eine Zulassung haben, aber einen nachträglichen Umbau fordern die Behörden nicht. Zudem werden Verstöße zukünftig strenger bestraft. Nutzt man als Fahrer unerlaubt den Gehweg, fallen bis zu 25 Euro Bußgeld an. Gleiches gilt für die unerlaubte Doppelbesetzung: Wer mit nur einem E-Roller zu zweit durch die Straßen flitzt, zahlt bislang fünf Euro Strafe. Bald steigt das Verwarnungsgeld um 20 Euro an. Es gibt auch gute Nachrichten für E-Scooter-Fahrer, denn das Schild „Radverkehr frei“ erlaubt im neuen Jahr zugleich das legale Fahren auf bestimmten Gehwegen.

(Quellen: Bundesregierung, Bundesministerium für Verkehr)