
Die UN arbeitet an einem Plan für Elektrofahrzeuge, der den Automarkt bedeutend verändern könnte. Bereits bis 2027 soll das neue Gesetz fertig sein, das wohl einiges ins Rollen bringen dürfte ‒ auch in Deutschland.
Längst haben sich die Stromer auf unseren Straßen etabliert und die Nachfrage nach den modernen Fahrzeugen ist spürbar gewachsen. Doch in der Praxis stoßen viele Verbraucher bei den alltäglichen Abläufen immer noch auf enorme Hürden, die den bequemen Umstieg auf die Elektromobilität derzeit noch deutlich zäher gestalten, als es sich die Politik und die Branche erhofft hatten.
Mehr Stromer-Zulassungen ‒ doch es bleiben Herausforderungen
Hohe Spritpreise, aber auch die staatliche Kaufprämie bewegen offenbar so manchen Verbraucher dazu, vom Verbrenner zum E-Auto zu wechseln. Nach Angaben des Autoversicherers HUK Coburg stieg der Anteil der Stromer bei den Fahrzeugwechseln im März 2026 um fast zwei Drittel. Konkret kletterte diese Umstiegsquote von vorherigen 5,5 auf nunmehr 8,9 Prozent, was den bisherigen Jahrestrend deutlich übertrifft.
Dennoch blicken etliche Käufer weiterhin skeptisch auf die Elektromobilität. Oft schrecken die Summen auf den Preisschildern von Neuwagen ab. Verwirrung stiften zudem die unterschiedlichen Abrechnungsmodelle an den Ladesäulen. Auch Sorgen bezüglich der tatsächlichen Reichweite sind oft vorhanden. Infolgedessen machen reine Batteriefahrzeuge nach wie vor bloß einen Bruchteil des gesamten Verkehrsaufkommens in Deutschland aus. Genau hier könnte eine Alternative ansetzen: der nachträgliche Umbau bestehender Autos (Retrofit).
Einheitliches Regelwerk: UN arbeiten an diesem Plan für Elektrofahrzeuge
Eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen prüft, wie sich dieser Prozess vereinfachen lässt. Bis 2027 könnten einheitliche Regeln entstehen. Ziel sind klare technische Vorgaben und einfachere Zulassungsverfahren. Das könnte aufwendige Einzelprüfungen beim TÜV zumindest reduzieren und Kosten senken. Weil das vorhandene Fahrzeug weiter genutzt wird, schont der Ansatz Ressourcen und fällt in der Klimabilanz oft günstiger aus als ein kompletter Neubau.
Bisher ist das allerdings ein Nischenmarkt. Der Umbau kostet häufig über zehntausend Euro und erfordert spezielles Fachwissen. Zudem ist vorgesehen, dass solche Arbeiten in der Regel nur von zertifizierten Betrieben durchgeführt werden. Ob sich das Modell durchsetzt, hängt vorrangig von den Kosten und den konkreten gesetzlichen Regeln ab. Die weitere Entwicklung bleibt vorerst abzuwarten.
(Quellen: Make Magazin, UNECE, Fraunhofer ISI, ADEME)














