Elektromobilität auf Rekordkurs: 100 Länder bauen E-Autos aus

Eine Fotomontage mit einem durchgestrichenen Auto im Hintergrund. Davor ein blaues EU-Schild mit gelben Sternen. Im Vordergrund ein weiteres Schild mit einem durchgestrichenen Auto und dem Wort "Verbrennermotoren".
Symbolbild © imago/Christian Ohde

Die Europäische Union hat sich beim Thema Elektromobilität klare Ziele gesetzt. Sie will den Verkehrssektor grundlegend verändern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Die Elektromobilität ist auf Rekordkurs.

Die EU setzt auf verbindliche Vorgaben, gemeinsame Standards und den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig treibt sie strengere Emissionsgrenzen voran, um den Umstieg auf emissionsarme Antriebe zu beschleunigen. Elektromobilität gilt dabei als zentrales Instrument, um die Klimaziele zu erreichen.

Elektroautos verbessern Luftqualität und reduzieren Lärmbelastung

Elektrofahrzeuge bieten mehrere Vorteile gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Sie stoßen im Betrieb kein CO₂ aus und können so zur Reduzierung der Emissionen beitragen, insbesondere wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Zudem gelten sie als effizienter, da sie weniger Energie verlieren. Auch die lokale Luftqualität verbessert sich, da keine Abgase entstehen. Für Städte bedeutet das weniger Lärm und geringere Belastungen für die Gesundheit. Darüber hinaus sinken langfristig die Betriebskosten, da Elektroautos weniger Wartung benötigen. Gleichzeitig fördern Investitionen in Elektromobilität technologische Innovationen und neue Arbeitsfelder.

Rekordkurs: Immer mehr Staaten setzen auf Elektromobilität in ihren Klimaplänen

Weltweit gewinnt Elektromobilität zunehmend an Bedeutung. Viele Staaten sehen in ihr ein Mittel, um ihre Klimaziele zu erreichen und den Verkehrssektor umzustrukturieren. Eine aktuelle Auswertung nationaler Klimaschutzpläne zeigt, dass zahlreiche Länder den Ausbau von Elektrofahrzeugen fest eingeplant haben. Insgesamt haben mehr als hundert Staaten entsprechende Maßnahmen angekündigt. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass Elektromobilität nicht mehr nur ein regionales Thema ist. Vielmehr entwickelt sie sich zu einem globalen Ansatz im Kampf gegen die Klimakrise.

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Eine besondere Rolle spielen dabei die nationalen Klimaschutzbeiträge im Rahmen des Pariser Abkommens. In diesen Berichten legen Staaten dar, wie sie ihre Emissionen senken wollen. Erstmals haben dabei mehrere Dutzend Länder konkrete Ziele zur Elektromobilität formuliert. Dazu zählen auch alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Zusammen stehen diese Länder für einen Großteil des weltweiten Automobilmarktes. Auffällig ist zudem, dass viele Staaten ihre Ziele erst Jahre nach dem Pariser Abkommen festgelegt haben. Das deutet auf einen späten, aber deutlichen Kurswechsel hin. Ob die angekündigten Maßnahmen umgesetzt werden, entscheidet sich jedoch erst in den kommenden Jahren.

(Quellen: Internationale Energieagentur IEA, UN-Klimaberichte, Angaben nationaler Verkehrs- und Umweltministerien, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)