
Während Autofahrer ihre Elektrofahrzeuge zu Hause günstig laden können, stiegen die Preise an öffentlichen Ladesäulen zuletzt immer weiter an. Findige E-Auto-Besitzer wissen, wie und wo sie deutlich günstiger laden können.
Wer sein E-Auto zu Hause lädt, kann sich den Tarif selbst auswählen und damit sogar noch ein Plus erwirtschaften. An öffentlichen Ladestationen sieht die Sache schon anders aus.
Wie und wo Autofahrer günstig laden
Inzwischen gibt es Apps und Programme, die nicht nur die Preise an den Tankstellen, sondern auch an Ladestationen vergleichen. Anbieter wie Octopus erstellen sogar individuelle Ladepläne für Autofahrer, um den Strom möglichst effizient zu nutzen. Dafür muss jedoch ein Tarifvertrag her, mit dem man sich und sein Fahrzeug an ausgewählten Partnersäulen bindet. Dafür sind die Kosten pro kWh meist deutlich geringer, als beim Spontanladen eines zufälligen Anbieters. Auch locken Unternehmen wie E.ON und Co. mit bestimmten Boni, beispielsweise für das Laden über Nacht.
Ebenso ist der ADAC regelmäßig unterwegs, prüft und vergleicht die einzelnen Gebiete und Stromanbieter. Die letzte Übersicht zeigt, dass nahezu alle Anbieter aufgrund der steigenden Energiekosten auch ihre Preise anheben mussten. Bei den Wenigsten gibt es Strom für unter 50 Cent pro kWh. Am teuersten sind hierbei Raststätten und Schnellladestationen. Schuld an den hohen Preisen sei hauptsächlich die noch nicht gänzlich erschlossene Infrastruktur hinter den Ladesäulen. Außerdem haben vielerorts die ansässigen Stromanbieter regelrechte Monopole aufgebaut. Das heißt: Es fehlt an Konkurrenz und die Anbieter können die Preise nach ihrem Gusto gestalten.
E-Auto laden und damit Geld verdienen
Noch vor einigen Monaten hat die Bundesregierung Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht, dank derer E-Autos nicht mehr als Autos, sondern als fahrende Stromspeicher zählen. Heißt: Die doppelten Gebühren beim Netzentgelt, welches Verbraucher sowohl beim Auf- als auch beim Entladen ihres Fahrzeugs entrichten mussten, entfallen. Stellt man es richtig an, kann man als Autofahrer also wirtschaftlich von der Gesetzesänderung profitieren und jährlich ein Plus zwischen 500 und 720 Euro verdienen. Dafür sollte man laden, wenn der Strom günstig ist (meist nachts), und entladen, wenn die Preise steigen (tagsüber). Bislang funktioniert dies jedoch vorrangig bei jenen, die über eine PV-Anlage verfügen sowie über ein Auto, das zum bidirektionalen Laden fähig ist.
(Quellen: Bundesnetzagentur, BMDV)














