
Dieser Experte ist sich sicher und sorgt damit für eine große Überraschung. Verbrenner sollen tatsächlich klimafreundlicher als E-Autos sein. Dennoch dürfte bei dieser Aussage so mancher erst einmal schlucken und verstört den Kopf schütteln.
Kohlendioxid verstärkt die Erderwärmung
Klimafreundlichkeit beschreibt ein Verhalten oder Handeln, das die Umwelt möglichst wenig belastet und dazu beiträgt, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Sie spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel, da vor allem Kohlendioxid durch Verkehr, Industrie und Energieerzeugung die Erderwärmung verstärkt. Klimafreundliches Handeln beginnt jedoch bereits im Alltag. Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, das Fahren mit dem Fahrrad oder das Laufen verursachen weniger Emissionen als das Fahren mit dem Auto. Als eine weitere klimafreundliche Alternative gelten E-Autos, die mit elektrischer Energie betrieben werden. Jedoch ist sich ein Experte sicher, dass Verbrenner klimafreundlicher als E-Autos sind.
Die Gewinnung kommt nicht direkt aus Erdöl
Elektroautos gelten als eine wichtige Möglichkeit, den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten. Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotor stoßen E-Autos während der Fahrt kein Kohlendioxid aus. Dadurch verbessern sie besonders in Städten die Luftqualität und verursachen weniger Lärm. Wie klimafreundlich ein Elektroauto allerdings tatsächlich ist, hängt stark davon ab, wie die Erzeugung des benötigten Stroms erfolgt. Wird das Fahrzeug mit Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Sonnenkraft geladen, fällt die Klimabilanz deutlich besser aus als bei Strom aus Kohle oder Gas. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Herstellung der Batterien. Für die Produktion werden große Mengen Energie sowie Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt benötigt.
Der Ingenieur und Rennsport-Motorenentwickler Mario Illien erläutert im Kontext von Vorträgen zur Energiewende grundlegende Aspekte der globalen Energieversorgung. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stehen dabei synthetische Kraftstoffe. Diese Synfuels sind flüssige oder gasförmige Energieträger, die nicht direkt aus Erdöl gewonnen werden, sondern künstlich hergestellt werden. Ein wichtiger Vorteil von Synfuels ist, dass sie in bestehenden Verbrenner-Motoren und Infrastrukturen wie Tankstellen und Pipelines ohne große technische Umstellung genutzt werden können. Die Produktion dieser Synfuels ist zwar sehr energieaufwändig, schafft jedoch eine neutrale Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen. Mit dieser Alternative dürften Verbrenner tatsächlich wohl klimafreundlicher als E-Autos sein.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














