
Das Auto im Winter zu waschen, ist fast unabdingbar, aber auch nicht ganz ungefährlich. Der ADAC gibt wichtige Hinweise. Denn unter bestimmten Umständen drohen ärgerliche Schäden und Probleme, die Fahrer grundsätzlich vermeiden könnten.
Vor allem im Winter suchen Autobesitzer die Waschstraße auf. Doch Vorsicht: Wer nicht mit Bedacht vorgeht, riskiert einen Schaden.
Auto im Winter waschen: Warum es riskant ist
Das Fahrzeug soll sauber und gepflegt sein ‒ zu allen Jahreszeiten. Viele waschen ihr Auto deshalb regelmäßig: Umfragen belegen, dass die Fahrzeugpflege bei 40 bis 50 Prozent der Autofahrer in Deutschland mindestens einmal monatlich stattfindet. Wer besonders viel Wert auf eine makellose Erscheinung legt, investiert deutlich mehr Zeit und auch Geld.
Besonders im Winter ist die Pflege jedoch aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung. Wegen des schmuddeligen Wetters sinkt häufig die Motivation, das Fahrzeug auf Vordermann zu bringen. Schnee, Laub, Streusalz und Schmutz erschweren die Autopflege zusätzlich, erhöhen aber auch die Notwendigkeit, die Waschstraße aufzusuchen. Ganz ungefährlich ist das Waschen im Winter allerdings nicht.
Darauf sollten Autobesitzer achten
Laut ADAC müssen Autobesitzer vor allem bei Minustemperaturen vorsichtig sein. Sobald Temperaturen von unter –10 Grad erreicht werden, erhöht sich die Gefahr beim Waschen. Grund ist der hohe Temperaturunterschied: Warmes Wasser trifft auf frostig kalte Materialien wie Gummi und Lack. Dadurch kann es zu unschönen Beschädigungen durch den sogenannten Wärmeschock kommen. Doch das ist längst nicht das einzige Problem.
Einige Fahrer erleben die böse Überraschung kurz nach dem Waschen, wenn die Türen plötzlich nicht mehr aufgehen. Dann hat sich während des Waschens Flüssigkeit in den Dichtungen angesammelt ‒ und alles ist vereist. Sollten sich die Türen im Winter nicht öffnen, rät der ADAC generell von „Hauruckaktionen“ ab, um das Fahrzeug nicht zu beschädigen. Stattdessen helfen zunächst ein sanftes Drücken gegen die Außentür oder etwas heißes Wasser rund um den Rahmen der Tür, das anschließend wieder sorgfältig entfernt wird. Wer Problemen im Winter vorbeugen will, nutzt beispielsweise ein Silikonspray für das Gummi. Außerdem ist Wachs in der kalten Saison empfehlenswert, um Lackschäden durch Streusalz zu vermeiden.
(Quellen: ADAC, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














