Fahren ab 17: Führerschein-Reform bringt 2028 große Änderungen

Ein europäischer Führerschein aus Deutschland. Im Hintergrund sind unzählige Verkehrsschilder zu sehen. Man erkennt nur die Ecke links oben von der Karte der Fahrerlizenz. Das Deutschland-D ist in der Flagge der EU. Die Verkehrszeichen sind verschwommen.
Symbolbild © istockphoto/Stadtratte

Die geplante Führerschein-Reform bringt 2028 einiges an Änderungen mit sich. Demnach können dann auch ganz junge Leute unter bestimmten Bedingungen Auto fahren. In einigen Regionen ist das eine große Änderung.

Die geplante Führerschein-Reform bringt im Jahr 2028 einige Änderungen mit sich, die es in sich haben. Für viele Menschen sind es größere Veränderungen, die direkten Einfluss auf den Straßenverkehr haben. Insbesondere jüngere Personen dürfen sich freuen.

Neue Regeln sind auf dem Weg

Das Fahren ab 17 soll in den kommenden Jahren in den EU-Ländern geregelt werden. Eine Führerschein-Reform mit der neuen EU-Führerscheinrichtlinie wurde bereits am 21. Oktober dieses Jahres vom Europäischen Parlament bewilligt. In dieser ist festgelegt, dass man als Fahranfänger in der EU ab dem 17. Lebensjahr eine Fahrerlaubnis der Kategorie B bekommen kann. Voraussetzung für das Benutzen eines Autos ist dabei jedoch, dass immer eine entsprechende Begleitperson anwesend sein muss. Erst ab dem 18. Lebensjahr dürfen die jungen Menschen dann auch ohne Beifahrer Auto fahren.

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Fahren ab 17 wird möglich gemacht

Allerdings gilt die neue Regelung nicht automatisch in allen Ländern. Jeder EU-Staat muss die Vorgaben der Richtlinie nämlich erst in ihr nationales Recht umsetzen. Und dabei hat man einen gewissen Spielraum. So kann man zusätzliche Anforderungen festlegen oder Altersgrenzen anpassen. Aus diesem Grund kann es passieren, dass die Änderungen in einigen Ländern erst später erfolgen, während sie in anderen Ländern längst gelten.

Eine weitere wichtige Neuerung der Führerschein-Reform ist zudem, dass man seine Fahrerlaubnis, einmal in der EU entzogen, nicht einfach wieder daheim bekommt. Zukünftig sollen Menschen, die z. B. in einem der Nachbarländer Deutschlands wie den Niederlanden die Fahrerlaubnis entzogen wurde, dann auch nicht mehr so einfach in der Bundesrepublik – also im eigenen Heimatland – Auto weiterfahren können. Das soll allgemein für mehr Sicherheit auf den Straßen in Europa sorgen und die Menschen dazu animieren, sich an die Verkehrsregeln zu halten.

(Quellen: Eigene Recherche der ka-insider Redakteure, Europäisches Parlament)