
Seit Jahren gibt es immer wieder Kritik, dass sich viele Menschen das Deutschlandticket nicht leisten können. Nun gibt ein weiteres Bundesland den Forderungen nach, das Ticket günstiger anzubieten.
Für viele Rentner, Empfänger von Sozialhilfe, Studenten, Schüler oder Geringverdiener sind die 63 Euro für das Deutschlandticket kein Pappenstiel. Vielerorts sehen das auch die Verantwortlichen und bieten deshalb günstigere Tickets an.
Deutschlandticket – das einstige Schnäppchen
Als Nachfolger des 9-Euro-Tickets führte die Bundesregierung im Mai 2023 das Deutschlandticket ein. Für einen Monatspreis von 49 Euro konnte man mit Bus und Bahn durch ganz Deutschland fahren – ein unschlagbares Angebot. Zudem sollte es ein Anreiz sein, das Auto stehen zu lassen und auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen, um den Emissionsausstoß zu verringern. Nach der Preiserhöhung auf 58 Euro im vergangenen Jahr kostet das Ticket seit Beginn dieses Jahres bereits 63 Euro. Im Vergleich zu den Monatskarten der meisten regionalen Verkehrsverbünde ist das Deutschlandticket selbst mit 63 Euro zwar noch ein wahres Schnäppchen. Dennoch können viele Menschen auch diesen Betrag nicht ohne Weiteres aufbringen.
Deutschlandticket: Nur für bestimmte Gruppen günstiger
Einige Bundesländer – und vor allem größere Städte – bieten schon seit geraumer Zeit soziale Tarife an. Eine bundesweite Lösung gibt es indes noch nicht. Nun zieht jedoch auch Berlin nach, gefolgt von Brandenburg. Seit dem 1. Juni kann man bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) das „Deutschlandticket Zuschuss Ausbildung“ bestellen. Nutzbar ist es dann ab 1. Juli. Das Bundesland Brandenburg zieht genau vier Wochen später und damit pünktlich zu den beginnenden Ausbildungszeiträumen nach. Berechtigt dafür sind Auszubildende, Freiwilligendienstleistende und Beamtenanwärter (die sogenannte Laufbahngruppe 1). Dieser erhalten das Ticket in diesem Jahr zum rabattierten Preis von 37,80 Euro pro Monat.
Auszubildende in einer dualen Ausbildung haben kein Anrecht darauf. Diese können das Ticket wiederum auf Basis des „Deutschlandticket Job“ mit einem Zuschuss des Arbeitgebers, respektive Ausbildungsbetriebes erwerben. Damit beläuft sich der monatliche Endpreis ebenfalls auf höchstens 37,80 Euro. Dieser Zuschuss kann auch von Betrieben mit weniger als fünf Mitarbeitern genutzt werden. Die Vergünstigung soll jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern und sie während dieser Zeit finanziell entlasten.
(Quellen: BVG, Land Berlin, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














