
Millionen Deutsche sind jeden Tag auf den ÖPNV, Züge und Bahnen angewiesen. Nun kommt für viele die Hiobsbotschaft, denn eine wichtige Zugstrecke soll gesperrt werden – und das für fast ein halbes Jahr.
Chaos vorprogrammiert, dürfte es bald mit Blick auf den Zugverkehr für viele heißen. Denn eine wichtige Zugstrecke, von Millionen Menschen benutzt, soll gesperrt werden, und das für beinah sechs Monate.
Wenn der tägliche Weg plötzlich länger wirkt
Für viele Menschen zwischen Köln und dem Oberbergischen Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens gehört die Bahn fest zum Tagesablauf. Morgens geht es Richtung Arbeitsplatz, abends wieder zurück. Genau diese Selbstverständlichkeit endet abrupt zum Start der Osterzeit im März und April. Plötzlich bestimmen Busse den Weg, wo sonst Züge fahren. Der Umstieg trifft hauptsächlich Berufspendler. Ersatzbusse benötigen länger, stehen im Straßenverkehr und fühlen sich zu Stoßzeiten schnell voll an. Wer regelmäßig unterwegs ist, sollte jetzt zusätzliche Zeitpuffer einplanen und Abfahrten früher testen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Ein kleiner Vorteil für Autofahrer: In einigen Orten weichen Pendler vorübergehend auf das Auto aus. Das entlastet einzelne Busse, kann aber Parkplätze an Bahnhöfen schnell knapp machen. Früh ankommen lohnt sich. Hilfreich bleibt dann doch nur der Blick auf digitale Fahrplan-Apps. Echtzeitdaten zeigen Verspätungen bei Ersatzbussen oft zuverlässiger als Aushänge. Auch flexible Tickets erleichtern spontane Routenwechsel, falls eine Verbindung ausfällt.
RB 25 gesperrt: Genervte Reisende, schwierige Ausweichroute
Jetzt zeigt sich der Kern des Problems. Die Deutsche Bahn legt die RB 25 zwischen Köln und Gummersbach für rund vier Monate still. Vom Freitag, den 27. März, 21 Uhr, bis Freitag, den 7. August, geht nichts mehr. Züge fahren dort nicht, stattdessen übernehmen Busse den kompletten Verkehr. Lediglich ein Teilstück Richtung Lüdenscheid bleibt im Stundentakt aktiv. Der Grund liegt in umfangreichen Bauarbeiten. Mehrere Stationen erhalten neue Bahnsteige, bessere Zugänge und zusätzliche Aufzüge. In Overath-Vilkerath entsteht sogar ein neuer Halt, der ab Ende 2026 den Fahrgästen mehr Flexibilität bringen soll. Brücken und Bahnübergänge entlang der Strecke erhalten ebenfalls ein Update.
Für Pendler zählt jetzt hauptsächlich eine kluge Planung. Expressbusse sparen auf einzelnen Abschnitten Zeit, halten aber seltener. Alternativrouten über andere Regionalzüge oder die Kölner Stadtbahn können je nach Wohnort schneller sein. Wer regelmäßig fährt, sollte Testläufe am Wochenende einplanen. Der Stillstand kostet Nerven, verspricht aber langfristig Vorteile. Wenn alles nach Plan läuft, kehrt die RB 25 im August zurück – moderner, barriereärmer und besser vorbereitet auf den Pendleralltag.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Deutsche Bahn)














