Freiwillig: Fahrzeughersteller startet einzigartigen Stellenabbau

Der Blick fällt aus der Vogelperspektive in die große Halle eines Autobauers. Unten sieht man die Karosserien der Fahrzeuge, die auf beiden Seiten von Maschinen umgeben sind. Die Autos befinden sich auf einem Förderband. Alles scheint vollautomatisch zu gehen, denn es ist kein menschlicher Arbeiter zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Traimak_Ivan

Ein Fahrzeughersteller geht nun einen ungewöhnlichen Weg und setzt auf einen einzigartigen Stellenabbau. Anstatt Kündigungen auszusprechen, baut man hier auf Freiwilligkeit. Die Mitarbeiter sind von diesem Konzept überrascht.

Derzeit kommt es zu einem einzigartigen Stellenabbau bei einem bekannten Fahrzeughersteller. Denn hier will man, dass alles freiwillig geschieht. Die Mitarbeiter zeigen sich von dieser Ansage überrascht.

Unternehmen setzt auf Freiwilligkeit bei Mitarbeitern

Ein bekannter Fahrzeughersteller unterzieht sich gerade einem einzigartigen Stellenabbau. Denn anstatt zu kündigen, setzt man hier auf Abfindungen. Dabei orientiert sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge an der Betriebszugehörigkeit. Die klassische Formel für die Höhe einer Abfindung lautet: ein halbes bis ganzes Bruttomonatsgehalt pro Jahr, das man für das Unternehmen gearbeitet hat. Und das scheint tatsächlich Erfolg zu haben. Denn wie der Fahrzeughersteller Dethleffs nun berichtet, haben mehr als die geplanten 90 Mitarbeiter das Angebot freiwillig angenommen.

Das ist ein wirklich einzigartiger Stellenabbau, der so in vielen anderen Betrieben nicht funktioniert. So hat zum Beispiel der Stellenabbau beim Traditionsunternehmen R. Stahl AG in diesem Jahr alles andere als gut funktioniert. Von den betroffenen 83 Stellen hat gerade einmal die Hälfte den Aufhebungsvertrag unterschrieben, was das Unternehmen vor ein Problem stellte.

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Ungewöhnliches Konzept hat Erfolg

Umso überraschender ist es, dass der einzigartige Stellenabbau bei Dethleffs so gut über die Bühne ging. Noch vor der Weihnachtszeit konnten die Stellen entsprechend abgebaut werden, sodass das Unternehmen nun zuversichtlich in die Zukunft blickt. Laut Berichten in den Medien will in der nahen Zukunft keine weiteren Mitarbeiter gehen lassen. Angesichts der nun reduzierten Kosten glaubt man, dass das Unternehmen bald wieder wirtschaftlicher wird.

Betriebsbedingte Kündigungen bleiben der Firma so glücklicherweise erspart. Der einzigartige Stellenabbau sorgte dafür, dass sowohl das Unternehmen als auch die ehemaligen Mitarbeiter zufrieden aus der Krise hervorgingen. Das Unternehmen beschäftigt etwa 1.000 Mitarbeiter, von denen nun 90 eine kräftige Abfindung bekommen und sich in aller Ruhe nach einer neuen Arbeit umsehen können.

(Quellen: Dethleffs, dpa, Anwalt)