
Immer mehr deutsche Städte bieten das Deutschlandticket für diejenigen an, die ihren Führerschein abgeben. Dieser ist dann jedoch für immer weg. Damit will man jedoch ein bestimmtes Ziel erreichen.
Der Führerschein ist für immer weg, dafür gibt es das Deutschlandticket. Was sich wie ein unfairer Tausch anfühlt, kann jedoch für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe interessant sein.
Bis 2030 gesichert: Bundesregierung gibt Zuschüsse zum Deutschlandticket
Das Deutschlandticket ist bis Ende 2030 finanziell gesichert. Der Bundestag hat mit einer Änderung des Regionalisierungsgesetzes die dauerhafte Beteiligung des Bundes rechtlich festgeschrieben. Bund und Länder steuern von 2026 bis Ende 2030 jährlich jeweils 1,5 Milliarden Euro bei. Damit werden die Einnahmeausfälle der regionalen Verkehrsunternehmen dauerhaft ausgeglichen. Die jahrelangen, zähen Debatten und die Unsicherheit, ob das Ticket im nächsten Jahr noch existiert, wurden mit diesem Beschluss offiziell beendet.
Die Existenz des Tickets ist zwar bis 2030 garantiert, der Preis hingegen wird weiter steigen. Seit Januar kostet das Ticket 63 Euro im Monat. Ab Januar 2027 entscheidet nicht mehr die Politik willkürlich über Preiserhöhungen. Stattdessen berechnet sich der Ticketpreis automatisch über einen mathematischen Index, den die Verkehrsministerkonferenz im März dieses Jahres beschlossen hat. In die Formel fließen vorwiegend die realen Personal-, Strom- und Dieselkosten der Verkehrsbetriebe ein. Aufgrund der gestiegenen Kosten prognostizieren Experten für das Jahr 2027 bereits einen neuen Ticketpreis zwischen 66,40 Euro und 66,80 Euro im Monat.
Führerschein gegen Deutschlandticket: Diese Bevölkerungsgruppe könnte davon profitieren
Das Prinzip ist einfach: Wer seine Fahrerlaubnis freiwillig und dauerhaft bei der Behörde abgibt, erhält im Gegenzug für einen bestimmten Zeitraum ein kostenloses Deutschlandticket. Es handelt sich um ein reines Tauschangebot zur Förderung der Mobilitätswende und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Der Haken: Man gibt das Dokument nicht nur zur Verwahrung ab, sondern verzichtet dauerhaft auf das Recht, ein Auto zu fahren. Wer danach wieder fahren möchte, müsste die Führerscheinprüfung komplett neu ablegen.
Viele teilnehmende Regionen richten das Angebot speziell an Seniorinnen und Senioren (z. B. ab 60, 65 oder 75 Jahren). Es gibt jedoch auch Kommunen, bei denen jeder unabhängig vom Alter teilnehmen kann. Je nach Budget der Stadt oder des Landkreises variiert die Dauer des Gratis-Tickets stark. Üblich sind drei oder sechs Monate oder sogar ein volles Jahr. Danach geht das Ticket in der Regel in ein normales, kostenpflichtiges Abonnement über, falls man es nicht rechtzeitig kündigt.
(Quellen: ADAC, Kommunen)














