Für Pendler: Deutsche Bahn führt neue Maßnahme ab März ein

Die große Halle des Hauptbahnhofs in Hamburg. Die Touristen und Fahrgäste gehen zu ihrem Regionalzug oder ICE oder warten und gucken auf die Anzeige. Es liegen viele Gleise nebeneinander, an denen Züge losfahren.
Symbolbild © imago/ CHROMORANGE

Ab März führt die Deutsche Bahn eine neue Maßnahme ein. Diese geschieht im Rahmen eines neuen Konzepts. Weitere Neuerungen sollen kurzfristig folgen und sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Fahrgäste mehr Sicherheit bringen.

Für Pendler wird sich ab März einiges ändern: Die Deutsche Bahn führt nämlich eine neue Maßnahme ein. Dies ist jedoch erst der Anfang, denn kurzfristig soll ein ganzes Maßnahmen-Paket umgesetzt werden.

Tod eines DB-Mitarbeiters versetzt die Menschen in Schock – die Deutsche Bahn reagiert

Wer im Zug oder der Regionalbahn Tickets kontrolliert, rechnet damit, dass er beschimpft wird. Dies gehört gewissermaßen zum Alltag eines Kontrolleurs dazu, denn wer beim Schwarzfahren erwischt wird, bleibt selten friedlich. Dass es jedoch zum Äußersten kommen würde, damit hat wohl niemand gerechnet. Anfang Februar stirbt der alleinerziehende Vater Serkan Çalar, nachdem ein Fahrgast ihn tätlich angegriffen hatte. Der Kontrolleur erlitt schwere Hirnblutungen und verstarb nur Stunden nach der Attacke. Im Rahmen dieses schockierenden Anlasses kam ans Licht der Öffentlichkeit, dass es immer wieder zu körperlichen Angriffen auf Kontrolleure gekommen ist. Diese forderten schon länger mehr Schutz und entsprechende Maßnahmen, zum Beispiel, dass die Fahrgast-Kontrollen zu zweit stattfinden. Nun hat die Deutsche Bahn reagiert.

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Ab März: Deutsche Bahn führt neue Maßnahme ein – „Weitere sollen kurzfristig erfolgen“

Ab März kontrollieren die Mitarbeiter zwar weiterhin die Fahrscheine. Sie können jedoch entscheiden, von wem sie den Personalausweis einfordern. Was zunächst wie eine Kapitulation klingt, soll die Mitarbeiter im ersten Schritt schützen. Mit einem weiteren Maßnahmen-Paket soll es dann jedoch um die zunehmende Sicherheit bei der Arbeit gehen. So dürfen sich die Kontrolleure mit Bodycams ausstatten lassen. Auch die Ausrüstung soll aufgestockt werden. Zudem arbeitet die Deutsche Bahn mit der Bundespolizei zusammen, um weitere Konzepte für die Sicherheit zu erarbeiten und den Mitarbeitern umfangreiche Informationen zur Selbstverteidigung zu geben.

Diese Maßnahmen sollen kurzfristig umgesetzt und um weitere ergänzt werden. So sollen die Mitarbeiter eine bessere Schutzausrüstung bekommen. Das Personal stockt sie um 200 Mitarbeiter an den Bahnhöfen auf. Außerdem beabsichtigt die Bahn, den Hilfe-Knopf weiterzuentwickeln. Das Angebot ergänzt die Deutsche Bahn um Verhaltens- und Deklarationstrainings. Dies alles geschieht mit dem Ziel, die Mitarbeiter in den Zügen und Bahnen besser zu beschützen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)