Große Krise: Deutscher Autoriese VW verkauft weniger Fahrzeuge

Ein großes VW-Werk mit rauchenden Schornsteinen ist nachts hell beleuchtet und thront in der Landschaft. Eine Laterne beleuchtet die Straße, während das Gebäude des Autoherstellers ein großes VW-Logo ziert.
Symbolbild © imago/Kirchner-Media

Mehrere Automobilhersteller verzeichneten zuletzt rückläufige Verkaufszahlen. Betroffen sind sowohl internationale Konzerne als auch traditionsreiche Marken mit starkem Absatzmarkt in Europa. Auch VW verkauft weniger Fahrzeuge als sonst.

Die allgemeine Lage in der Automobilbranche bleibt angespannt. Hohe Produktionskosten, unsichere Lieferketten und ein verändertes Konsumverhalten belasten die Hersteller weiterhin. Zusätzlich stellt der Umbau hin zur Elektromobilität die Unternehmen vor strukturelle Herausforderungen.

Struktureller Wandel bremst den Automarkt

Die Kunden zeigen sich bei Neuanschaffungen derzeit zurückhaltender. Auch der Übergang zur Elektromobilität verschärft die Situation: Hersteller müssen parallel bestehende Modellreihen auslaufen lassen und zugleich hohe Investitionen in neue Plattformen und Batterietechnologien stemmen. Dabei bleibt die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen uneinheitlich und abhängig von Förderungen, Ladeinfrastruktur und regionalen Rahmenbedingungen. Zudem erhöhen strengere gesetzliche Vorgaben und Klimaziele den Anpassungsdruck. Insgesamt befindet sich die Branche in einem tiefgreifenden Wandel.

Automobilbranche unter Druck: VW verkauft weniger Fahrzeuge
Sinkende Verkaufszahlen haben für Autohersteller weitreichende Folgen. Geringere Erlöse schränken den finanziellen Spielraum ein, insbesondere bei Investitionen in neue Modelle und Technologien. Gleichzeitig geraten einige Produktionsstandorte unter Druck. In solchen Situationen prüfen Unternehmen häufig Sparprogramme, die auch Personalmaßnahmen umfassen können. Zudem leidet die Planungssicherheit, wenn Absatzprognosen nicht erreicht werden. Für börsennotierte Hersteller wirken sich rückläufige Verkaufszahlen zudem auf die Bewertung an den Finanzmärkten aus. Langfristig kann ein anhaltender Absatzrückgang die Wettbewerbsfähigkeit schwächen, wenn notwendige Anpassungen nicht konsequent umgesetzt werden.
Auch Volkswagen setzte 2025 weltweit weniger Fahrzeuge ab als im Vorjahr. Der Absatz ging insgesamt leicht zurück und entwickelte sich damit schwächer als der des Gesamtkonzerns. Ausschlaggebend dafür waren vor allem rückläufige Verkaufszahlen in zwei zentralen Märkten. In China verlor Volkswagen deutlich an Boden, insbesondere durch den zunehmenden Wettbewerb einheimischer Elektroautohersteller. Auch in Nordamerika blieben die Auslieferungen hinter dem Vorjahresniveau zurück, was das Unternehmen unter anderem auf veränderte handelspolitische Rahmenbedingungen zurückführte. In Europa hingegen konnte Volkswagen zulegen, ebenso in Südamerika, wo sich der Absatz spürbar erholte.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)

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