
Bald könnte eine große Wende bevorstehen, die das Verbrenner-Verbot für 2035 kippen könnte. Während die einen jubeln und hoffen, sind andere vollkommen sprachlos und wütend zugleich.
Für 2035 sollte es das endgültige Verbrenner-Verbot geben. So die Theorie. Doch nun scheint die EU von ihren ursprünglichen Plänen abzuweichen, was sowohl Befürworter als auch scharfe Kritik hervorruft.
Einspruch gegen das Verbrenner-Verbot: Bundeskanzler Merz sieht sich als Vorkämpfer
Bereits kurz nach dem Autogipfel am 9. Oktober in Berlin, bei dem sich Bundeskanzler Friedrich Merz mit den Größen aus der Autobranche traf, hatte er bereits angekündigt, dass er gegen das Verbrenner-Verbot ist und sich entsprechend noch einmal für eine Lockerung bei der EU einsetzen wolle. Dabei nahm Merz die Hauptargumente der Automobil-Chefs auf. Man dürfe sich nicht auf eine einzige Technologie beschränken, sondern müsse Offenheit für alternative Entwicklungen zeigen. Zudem seien Anreize und Entscheidungsfreiheit für die Menschen hierzulande eine bessere Möglichkeit, um Klimafreundlichkeit zu erreichen. Mit Zwang und Verboten verleite man eher zum Gegenteil.
Verbrenner-Verbot steht kurz vor der Kippe: Kritiker geben sich enttäuscht
Bundeskanzler Merz hat nun bei der EU sein Veto eingelegt und die entsprechenden Gründe zu bedenken gegeben. Dies soll wohl Früchte gezeigt haben. Denn die EU-Kommission hat nun selbst eine Lockerung für das Verbrenner-Verbot vorgeschlagen. Jedes EU-Land sowie das EU-Parlament müssen sich nun mit den neuen Vorschlägen befassen.
Demzufolge soll kein 100-prozentiges Verbot mehr gelten. Es soll ab 2035 Ausnahmen geben, sodass es auch möglich ist, Verbrenner- und Hybrid-Modelle zuzulassen. Ausschlaggebend dabei ist der CO2-Ausstoß. Die neuen Fahrzeuge müssen nun nur noch maximal 90 Prozent an CO2 einsparen. Dies soll über klimafreundlichere Kraftstoffe und über umweltschonenden Stahl in der Verbauung gewährleistet werden. Während sich die Befürworter aus den bereits erwähnten Gründen freuen, zeigen sich die Kritiker maßlos enttäuscht. Sie sehen darin einen Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die schon in die E-Mobilität investiert und sich auf das Verbot eingestellt haben. Diese würden ihre Planungssicherheit verlieren. Die Grünen werfen Merz sogar eine ideologische Kampagne vor, die schwerwiegende Folgen für Innovation und Wirtschaft haben können.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














