
Seitdem der Preis des Deutschlandtickets mit Beginn dieses Jahres auf 63 Euro gestiegen ist, fordern die Grünen noch einmal vehement einen neuen Sozialtarif. Denn das Ticket ist für viele einfach zu teuer.
So mancher wird sich in diesem Jahr überlegt haben, ob er das Deutschlandticket noch nutzen will oder lieber wieder auf Alternativen umsteigt. Denn mit 63 Euro ab dem 1.1. dieses Jahres ist es vielen zu teuer geworden. Deshalb fordern auch die Grünen einmal mehr einen neuen Sozialtarif.
„Für Millionen unbezahlbar“: Neuer Preis führt zu finanziellen Schwierigkeiten
Noch gibt es für das neue Jahr keine aktuelle Zahl der Bürgergeld-Empfänger, doch Schätzungen zufolge soll die Anzahl bei ca. 5,4 bis 5,5 Millionen Menschen liegen. 3,9 Millionen sind erwerbsfähig. Ca. 1,5 von ihnen sind Kinder. Für sie reichte der Pauschalbetrag für öffentliche Verkehrsmittel schon im letzten Jahr nicht mehr aus. Denn bei einem Betrag von 50,49 Euro mussten die Betroffenen schon einen Betrag von knapp acht Euro aus eigener Tasche zahlen. In diesem Jahr steigt der Eigenbetrag auf 13 Euro, denn die Bürgergeld-Sätze haben sich für das Jahr 2026 trotz steigender Kosten nicht erhöht. Da das Deutschlandticket nur für eine Person gilt, haben deshalb Menschen mit mehreren Kindern noch mehr finanziell zu kämpfen. Denn die Eigenbeträge steigen mit jedem Haushaltsmitglied an. Damit wird das Deutschlandticket für viele Haushalte unbezahlbar.
Grüne fordern neuen Sozialtarif: „Bei neuem Preis absolut notwendig“
Mit dem neuen Preis von 63 Euro fordern die Grünen daher noch einmal mit Nachdruck, dass das Deutschlandticket günstiger werden müsse. Zwar gibt es in einigen Städten und Gemeinden bereits einen Sozialtarif. Zum einen ist dieser jedoch nicht einheitlich, zum anderen ist er den Grünen mit einem durchschnittlichen Betrag von 29 Euro zu teuer. Deshalb fordern sie, dass das Deutschlandticket nur neun Euro kosten solle. Die Linke will den öffentlichen Nahverkehr sogar für alle kostenlos machen. Auch über eine Flatrate für die Öffis werde nachgedacht. So sollen Kunden einmal einen bestimmten Betrag zahlen und dann das ganze Jahr kostenlos fahren können.
Experten halten jedoch alle drei Ansätze nicht für praktikabel. Der Staat müsse dann mehr einspringen. Dieser hatte sich jedoch geweigert, mehr als 1,5 Milliarden Euro zum Deutschlandticket beizutragen, weshalb die Kunden nun einen höheren Preis zahlen. Zum anderen müsse das Bus- und Bahnnetz deutlich ausgebaut werden, was ebenfalls mit höheren Kosten verbunden ist.
(Quellen: Partei Die Grünen, Deutschlandticket)














