Übermorgen beginnt auch der kalendarische Herbst. Damit gelten wieder Regeln fürs Auto, die bei Missachtung richtig teuer werden können. Deshalb gilt: Frühzeitig informieren und schnell handeln.
Mit dem bevorstehenden Herbst müssen sich Autofahrer auch wieder an die veränderten Bedingungen auf der Straße einstellen. Es gelten nämlich wieder Regeln fürs Auto, an die man sich unbedingt halten sollte. Ansonsten kann das richtig teuer werden.
Im Herbst ändern sich die Straßenverhältnisse: Autofahrer sollten vorsichtig sein
Im Herbst müssen sich Autofahrer auf eine Kombination aus schlechterer Sicht, rutschigen Fahrbahnen und unvorhersehbarem Wildwechsel einstellen. Die Straßenverhältnisse ändern sich in dieser Jahreszeit oft schlagartig. Aufgeweichtes Laub sowie zähflüssiger Schlamm von den Bauernfeldern verwandeln den Asphalt in eine Rutschbahn, die mit Glatteis vergleichbar ist. Besonders in Kurven und beim Bremsen droht das Fahrzeug auszubrechen. Durch Nebelbänke und die tiefer stehende Sonne verschlechtern sich die Sichtverhältnisse drastisch. Zudem ist im Herbst die Paarungszeit vieler Wildtiere, was zu unvorhersehbarem Verhalten führt. Auch Starkregen und Bodenfrost können Autofahrer massiv behindern.
Regeln fürs Auto im Herbst: Das sollte man beim Autofahren beachten
Damit alle auch in dieser Jahreszeit sicher unterwegs sein können, gibt es bestimmte Regeln, die man beachten sollte. In Deutschland gilt keine feste Kalender-Regel für Winterreifen, sondern die situative Winterreifenpflicht. Bei winterlichen Straßenverhältnissen wie Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf das Fahrzeug nur mit Winter- oder Ganzjahresreifen geführt werden. Da im Herbst vor allem morgens plötzlicher Bodenfrost auftreten kann, ist die Einhaltung dieser Regel essenziell. Seit Oktober 2024 sind bei winterlichen Straßenverhältnissen nur noch Reifen mit dem Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke) erlaubt. Ältere M+S-Reifen ohne dieses Symbol reichen gesetzlich nicht mehr aus. Es besteht sogar die Pflicht, die Scheibenwaschanlage einsatzbereit zu halten.
Das Fahren mit Tagfahrlicht reicht im Herbst bei schlechter Witterung oft nicht aus. Bei Nebel, Schneefall oder Regen muss am Tag das Abblendlicht manuell eingeschaltet werden, wenn die Sicht erheblich behindert ist. Die Lichtautomatik erkennt Nebel häufig nicht, zudem bleibt bei reinem Tagfahrlicht das Fahrzeugheck unbeleuchtet. Die Fahrgeschwindigkeit muss immer so angepasst werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke angehalten werden kann. Beträgt die Sichtweite durch Nebel weniger als 50 Meter, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden. Wer sich an diese Regeln hält, vermeidet nicht nur Bußgelder, sondern macht die Straßen im Herbst für sich und andere sicherer.
(Quellen: dpa, StVO)














