
Nun ist es beschlossene Sache: Ein deutscher Autozulieferer schließt sein Werk in Baden-Württemberg. Hunderte Mitarbeiter hatten bis zum Schluss gehofft. Wie sich jetzt herausstellt, war die Hoffnung vergebens.
Beschlossen, verkündet und nicht mehr verhandelbar: Hunderte Mitarbeiter verlieren ihren Job, denn ein Autozulieferer schließt sein Werk. Besonders bitter dabei ist die Tatsache, dass es zwischendurch wohl Hoffnung gegeben hat.
Alle Bemühungen führten ins Leere: Schließung ist beschlossene Sache
Mitte Oktober 2024 kündigte die Geschäftsführung bereits an, dass das Werk in Baden-Württemberg bis Ende 2026 geschlossen werden sollte. Auch wenn diese Hiobsbotschaft die Beschäftigten und auch die Region besonders hart traf, wagten die Angestellten doch noch zu hoffen. Denn es war die Rede davon, dass ein neuer Investor das Werk übernehmen und somit eine Schließung verhindern sollte. Über ein Jahr später sieht die Lage jedoch hoffnungslos aus. Es haben zwar Gespräche stattgefunden, aber kein neuer Geldgeber hat unterschrieben. Somit verkündeten die Verantwortlichen vor einigen Tagen dem Personal, dass das Ende des Werks nun unumgänglich ist.
Deutscher Autozulieferer schließt Werk: Pläne mit einem kleinen Lichtblick
2024 und Anfang 2025 nutzten von 320 Mitarbeitern 100 die Chance und ließen sich mit Abfindungen auszahlen. Dies soll auch für die anderen 220 möglich sein. Die Betroffenen haben dabei nicht bis Ende dieses Jahres Zeit, sondern noch etwas länger. Die Schließung des Werks von Magna PT in Rosenberg in Baden-Württemberg soll geordnet und innerhalb von zwei Jahren ablaufen.
In der Region und unter den Mitarbeitern verbreitet sich Traurigkeit über diese Entwicklung. Eigentlich gehört Magna PT in Rosenheim seit 2015 zum Magna-Konzern mit Hauptsitz in Aurora in Ontario, Kanada. Einen weiteren Sitz in Europa gibt es in Wien. Bis Ende 2024 arbeiteten weltweit ca. 170.000 Mitarbeiter für den Autozulieferer. Eigentlich hätte man aufgrund der Wirtschaftslage des Standortes bereits weitere Geschäftsfelder erschließen müssen, was jedoch nicht geschehen ist. Demnach besteht die weitläufige Meinung, dass der Hauptsitz gar kein Interesse mehr daran hatte, den Standort in Rosenberg zu erhalten. Jetzt können die Mitarbeiter nur noch auf eine gute Abfindung und einen neuen Job hoffen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Rhein-Neckar-Zeitung, IG Metall Tauberbischofsheim, Magna International)














