Jetzt auch für Lärm: Völlig neue Blitzer in Deutschland aufgestellt

Symbolbild © istockphoto/Ilari Nackel

Aktuell befinden sich neue Blitzer in der Probephase. Sie sollen nicht nur die Geschwindigkeit messen, sondern auch andere Werte kontrollieren.

Zu viel Lärm lenkt vom Straßenverkehr ab. Deshalb gehört Krach zu einem wesentlichen Risikofaktor, der aber unterschätzt wird. Wahrscheinlich ist das ein Grund, warum sich momentan ein neuer Blitzer in der Testphase befindet.

Lärmbelästigung durch Verkehr als Problem

Offiziellen Angaben der Landeshauptstadt Stuttgart zufolge gibt es im Stadtgebiet wohl keinen Platz, an dem man keine Autos hört. Der dichte Verkehr verlangt den Autofahrern jede Menge Geduld ab. Vergleicht man den Straßenlärm mit anderen Hauptstädten, ist Stuttgart wohl keine Ausnahme.

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Laut dem Umweltbundesamt gehört der Straßenverkehr zu den größten Wärmequellen im gesamten Bundesgebiet. Offizielle Umfragen haben herausgefunden, dass drei Viertel aller Bürger den Lärm als störend und belästigend empfinden. Selbst der Anstieg der elektrischen Autos hat noch keine wesentliche Minderung des Straßenlärms herbeiführen können.

Neuartige Blitzer-Anlagen in der Testphase

In ganz Deutschland wird die Geschwindigkeit von Fahrzeugen gemessen. Jedes Jahr landen Bußgelder in Millionenhöhe in der Staatskasse. Diese Kontrollen sollen nun erweitert werden. Demzufolge sollen Autofahrer zur Kasse gebeten werden, wenn sie in zu lauten Autos durch die Stadt fahren.

Die Wenigsten wissen, dass in Frankreich Blitzer, die Geschwindigkeit und Lautstärke messen, zum geläufigen Standard gehören. Diese Blitzer befinden sich Angaben des T3N-Magazins zufolge in Deutschland in einer Testphase. Sie sollen die Geschwindigkeit und den Lautstärkepegel messen. Wer zu laut ist, soll abgestraft werden.

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Planung für „Medusa“ läuft

Offiziellen Angaben zufolge sollen die Lärmbelästigungen in der Hauptstadt extrem angestiegen sein. Bis Mitte 2023 sind an den Kreuzungen der Innenstadt diese neuen Blitzer in Planung.

Die Blitzer heißen „Medusa“, denn sie haben gleich mehrere Mikrofone, die wie die Schlangen der Sagengestalt aus dem Roboter ragen und die Messungen vornehmen.

Die Lärmblitzer haben ebenfalls eine Kamera. Medusa erkennt beim Blitzen den Fahrzeugtyp und kann herausfinden, ob die Lautstärke über den erlaubten Wert hinaus reicht. Außerdem soll der Blitzer motorisierte Zweiräder erkennen.