Jobs: Berühmter Autobauer holt Hunderte Fachkräfte wieder zurück

Auf einem Fließband in einer glänzend strahlenden, sauberen Werkhalle eines Autobauers werden gerade mehrere Karosserien von Automobilen fertigstellt. Die Fahrzeuge laufen als Neuwagen vom Band.
Symbolbild © imago/Depositphotos

Die Autobranche sucht nach Wegen aus der Krise und setzt dabei zunehmend auf Künstliche Intelligenz. Doch nicht jede Strategie führt zum Erfolg. Ein berühmter Autobauer korrigiert nun einen zentralen Kurs bei der Entwicklung und holt Hunderte Fachkräfte wieder zurück.

Viele Autobauer stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Hersteller investieren Milliarden in neue Technologien, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten. Ein Autobauer vollzieht jetzt jedoch eine Kehrtwende – er holt Hunderte Fachkräfte wieder zurück.

Kostendruck treibt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz voran

Viele Konzerne in der Automobilbranche suchen derzeit nach Möglichkeiten, ihre Ausgaben zu senken und ihre Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Gleichzeitig müssen sie neue Fahrzeuge entwickeln, technische Innovationen vorantreiben und auf veränderte Kundenwünsche reagieren. Das erhöht den Druck auf die gesamte Branche zusätzlich. Deshalb rückt Künstliche Intelligenz auch in der Automobilindustrie immer stärker in den Mittelpunkt. Unternehmen nutzen die Technologie inzwischen in vielen Bereichen der Fahrzeugentwicklung und Produktion. Sie unterstützt unter anderem bei der Auswertung großer Datenmengen, bei der Planung technischer Abläufe sowie bei der Analyse komplexer Prozesse. Außerdem hilft sie dabei, Arbeitsschritte zu beschleunigen und Entscheidungen auf Grundlage vorhandener Daten vorzubereiten. Viele Hersteller versprechen sich davon kürzere Entwicklungszeiten und eine höhere Effizienz.

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Autobauer holt Hunderte Fachkräfte wieder zurück

Vor diesem Hintergrund überprüfen viele Autobauer ihre internen Abläufe und suchen nach neuen Möglichkeiten, Zeit und Kosten einzusparen. Sie digitalisieren Entwicklungsprozesse, vernetzen verschiedene Abteilungen enger miteinander und setzen verstärkt auf automatisierte Systeme. Dadurch wollen sie Fehler früher erkennen, Arbeitsabläufe vereinfachen und Produkte schneller zur Serienreife bringen. Gleichzeitig hoffen die Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Allerdings zeigt sich in der Praxis, dass technische Lösungen allein nicht jede Herausforderung meistern können. Deshalb achten viele Hersteller inzwischen stärker darauf, digitale Werkzeuge mit dem Know-how ihrer Beschäftigten zu verbinden und beide Stärken gezielt miteinander zu nutzen.

Ausgerechnet Ford vollführt nun eine Kehrtwende und rudert von seinem ursprünglichen Plan zurück. Der US-Autobauer hat nach eigenen Angaben 350 Ingenieure wieder in Entwicklungsaufgaben eingebunden, weil die bisherigen Ergebnisse mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz die Erwartungen nicht erfüllten. Manager Charles Poon erklärte, das Unternehmen habe angenommen, KI könne durch die Nutzung bestehender Konstruktionsvorgaben hochwertige Ergebnisse liefern. Diese Einschätzung habe sich jedoch nicht bestätigt. Auch Ford-Chef Kumar Galhotra räumte ein, dass der Konzern den automatisierten Qualitätssystemen zu viel Vertrauen geschenkt habe.

(Quellen: Bloomberg, Forbes, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)