Karte zeigt Lade-Lücken: Hier wird das E-Auto zum Problem

Auf einem Parkplatz sind mehrere E-Auto-Ladesäulen zu sehen. Im Hintergrund stehen einige geparkte Autos. Die Parkplätze sind für Fahrer reserviert, die ihr Auto laden möchten.
Symbolbild © imago/BREUEL-BILD

Die neue E-Auto-Förderung sorgt für frischen Schwung auf dem deutschen Automarkt. Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Kauf eines Elektroautos, die Nachfrage steigt und Hersteller melden wieder wachsendes Interesse.

Tatsächlich wächst das deutsche Ladenetz seit Jahren kontinuierlich. Nach Angaben der Bundesnetzagentur stehen bundesweit inzwischen weit über 100.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung. Hinzu kommen zahlreiche private Wallboxen in Garagen, Carports und auf Firmengeländen. Trotzdem zeigen aktuelle Auswertungen deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Regionen.

Lücken im Netz: In Deutschland wird das E-Auto-Laden zum Problem

Besonders gut versorgt sind große Städte und Ballungsräume. In Metropolregionen wie Berlin, Hamburg, München oder dem Rheinland finden Fahrer meist problemlos eine öffentliche Ladesäule. Auch entlang vieler wichtiger Autobahnen hat sich die Situation deutlich verbessert. Durch das sogenannte Deutschlandnetz entstehen derzeit zusätzliche Schnellladeparks, die längere Fahrten erleichtern sollen. Anders sieht es vielerorts auf dem Land aus. In dünner besiedelten Regionen müssen Fahrer teilweise deutlich weitere Wege zur nächsten Schnellladestation in Kauf nehmen. Gerade dort, wo Menschen häufiger auf das Auto angewiesen sind, bleibt die Ladeinfrastruktur oft hinter dem Bedarf zurück.

Experten sehen inzwischen noch ein weiteres Problem. Während sich das Schnellladen entlang der Fernstraßen verbessert, fehlen vielerorts Lademöglichkeiten direkt am Wohnort. Besonders Menschen in Mehrfamilienhäusern ohne eigene Garage oder festen Stellplatz stehen häufig vor Herausforderungen. Wer keine Wallbox installieren kann, ist auf öffentliche Ladepunkte angewiesen – und die sind nicht überall ausreichend vorhanden.

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Lade-Lücken in Deutschland unbedingt schließen

Die neue Förderung könnte diese Entwicklung zusätzlich beschleunigen. Sollten tatsächlich deutlich mehr Menschen auf Elektroautos umsteigen, steigt auch der Druck auf die bestehende Infrastruktur. Bund, Länder und Kommunen investieren deshalb Milliardenbeträge in den weiteren Ausbau des Ladenetzes. Nach Einschätzung vieler Fachleute liegt die größte Herausforderung nicht mehr darin, überhaupt neue Ladesäulen zu errichten. Entscheidend wird vielmehr sein, die richtigen Standorte zu finden und Versorgungslücken gezielt zu schließen.

Denn während einige Regionen bereits über ein dichtes Netz verfügen, kämpfen andere noch immer mit spürbaren Defiziten. Die Karte zur Ladeinfrastruktur macht deshalb deutlich: Das E-Auto funktioniert in Deutschland längst nicht überall gleich gut. Während viele Städte auf Elektromobilität vorbereitet sind, stoßen Fahrer in manchen Regionen noch immer an Grenzen.

(Quellen: Bundesministerium für Verkehr, Deutschlandnetz, Bundesnetzagentur, dpa)