
Im Winter sinkt die E-Auto-Reichweite auf unter die Hälfte der sonst üblichen Strecke. Für die Autofahrer grenzt dies an eine echte Katastrophe, denn sie bangen teilweise um jeden Kilometer.
Stromer-Besitzer stehen derzeit vor einem teils erheblichen Problem: Die E-Auto-Reichweite sinkt im Winter auf unter die Hälfte der sonst gewohnten Leistung. In den sozialen Medien häufen sich die Beschwerden.
Reichweite sinkt im Winter: nicht nur bei E-Autos
Wer ein E-Auto kauft, weiß, dass die Reichweite mit einer Batterieladung im Winter nicht so hoch ist wie im Sommer. Die Gründe sind keineswegs ein Mysterium. Sie sind nur nicht jedem sofort bewusst, weil man dies bei den Verbrennern aus Gewohnheit nicht mehr bewusst wahrnimmt. Denn auch hier sinkt die Reichweite mit einer Tankfüllung. Im Winter wollen wir es im Auto schön warm haben und nutzen die Heizung. Diese verbraucht Treibstoff. Zudem benötigen Verbrennermotoren im Winter aufgrund der niedrigeren Temperaturen auch mehr Energie, um arbeiten zu können.
Nicht anders sieht dies bei E-Autos aus. Die Batterien verbrauchen ebenfalls mehr Energie, damit sie optimal arbeiten können. Dies gilt auch für die Heizung, die zusätzlich Energie verbraucht. Bei einer geringeren Reichweite merkt man diese Einbußen jedoch eher als bei einem Verbrenner. Deshalb geben die Hersteller auch an, um wie viel Kilometer die Reichweite ungefähr sinkt.
E-Auto-Reichweite sinkt im Winter auf unter die Hälfte: Verbraucher äußern offen ihre Enttäuschung
Obwohl dies also vielen Stromer-Besitzern bekannt ist, zeigen sich viele jedoch empört über die enormen Reichweiten-Verluste. Anlass eines weiteren Aufregers im Netz ist der Bericht eines Renault Zoe mit einem 41-kWh-Akku. Er erzählt, dass er mit seinem Fahrzeug im Sommer locker 250 bis 300 Kilometer geschafft habe. Jetzt im Winter komme er gerade einmal 145 Kilometer weit. Damit schrumpft die Reichweite etwa um unter die Hälfte. Auch andere Stromer-Besitzer berichten Ähnliches. Dabei scheint der Reichweiten-Verlust jedoch vom Modell und Hersteller abzuhängen. Andere User kommentieren nämlich, dass sie zwar auch Einbußen bei der Reichweite erleben, aber nicht so drastische.
Die meisten jedoch zeigen sich von ihrem E-Fahrzeug begeistert. Sie sehen die ganze Situation eher optimistisch. Wenn man zur Arbeit hin und zurück nach Hause käme, sei doch alles im grünen Bereich. Zudem hätten viele ja die Möglichkeit, beim Arbeitgeber oder zu Hause ihr Fahrzeug zu laden. Auch an praktischen Tipps, wie zum Beispiel das Auto vor der Fahrt vorzuwärmen, spart die Internet-Gemeinschaft nicht.
(Quellen: Elektromobilität in Deutschland, Ladeinfrastruktur)














