Kehrtwende bei VW: Verbrenner-Motor wird doch nicht gestrichen

Hier ist ein nagelneuer, noch nicht verbauter Motor eines Autos oder anderen Fahrzeuges zu sehen. In jedem Fall handelt es sich um einen Verbrenner mit allen Einzelteilen.
Symbolbild © istockphoto/Corr

Das geplante Verbrenner-Aus entpuppt sich zunehmend als politisches und wirtschaftliches Problemkind. Da diesbezüglich einiges doch nicht so strikt durchgesetzt werden soll, kehrt auch VW dem Verbrenner-Motor nicht so bald den Rücken zu.

Erst wollte sich VW mehr auf Elektroautos fokussieren, nun rudert der Autobauer zurück. Der veränderte Kurs schließt die weitere Verwendung von Verbrenner-Motoren vorerst nicht aus.

Verbot von Verbrenner-Motoren belastet die Wirtschaft

Nicht nur die Regierung der Bundesrepublik, sondern auch auf europäischer Ebene hatte man es sich zum Ziel gemacht, ab 2035 nur noch klimafreundliche Fahrzeuge auf die Straße zu lassen. Weniger Emissionen für Klima, Umwelt und Mensch – das ist das durchaus ambitionierte und ehrenwerte Ziel. Was auf dem Papier gut aussieht, muss jedoch nicht immer praxistauglich sein. Die Pläne sorgten vor allem bei den Autobauern und deren Angestellten für einen Aufschrei. Beinahe alle großen deutschen Autohersteller und Zulieferer verzeichneten zuletzt erhebliche Verluste, mussten Insolvenz anmelden und Stellen kürzen. Schätzungen zufolge gab es 2025 in der Branche 50.000 weniger Beschäftigte als noch 2024.

Zuletzt lenkte die EU-Kommission ein und schlug vor, dass vorerst weiterhin auch Verbrenner-Autos hergestellt werden dürfen. Außerdem sollen die Hersteller die Emissionen nur noch um 90 Prozent senken – anstatt der vorher veranschlagten 100 Prozent. Die übrigen 10 Prozent dürfen die Hersteller durch anderweitige umweltfreundliche Maßnahmen wie klimaschonende Kraftstoffe und Materialien kompensieren. Das entlastet die Autoindustrie laut Experten jedoch kaum. Auch die Euro-7-Norm, die zum 29. November 2026 greift, schließt Verbrenner-Motoren nicht kategorisch aus.

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VW will Verbrenner-Motor nicht einstellen

Da Verbrenner-Autos unter gewissen Voraussetzungen weiterhin produziert werden dürfen, ändert der Wolfsburger Konzern VW jetzt seinen Kurs. Hatte man sich ursprünglich mehr der Elektromobilität zuwenden wollen, soll nun doch die Entwicklung des neuen Dreizylinders weitergehen. Diese Tendenz zeichnete sich bei VW jedoch bereits im vergangenen Jahr langsam ab. Bereits im Frühjahr 2025 hat sich Konzernchef Oliver Blume äußerst kritisch gegenüber dem Verbrenner-Aus geäußert. Dazu forderte er mehr Flexibilität und einen „Realitätscheck“ seitens der Politik. Noch vor zwei Jahren befand sich VW in Sachen Elektromobilität selbst noch an vorderster Front. Damals hatte das Unternehmen noch das Ziel, dass bis 2030 mindestens 80 Prozent der Autos auf den Straßen Europas elektrisch betrieben sind.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Volkswagen)