Kehrtwende: Mercedes streicht erste Elektrofahrzeuge – Eingestellt

Hersteller arbeiten an der Produktion eines E-Autos in einer Fabrik. Die Mitarbeiter des deutschen Autobauers tragen Arbeitskleidung. Das hintere Auto hat eine geöffnete Motorhaube und steht neben einer Treppe.
Symbolbild © imago/ITAR-TASS

Dieser entscheidende Schritt könnte eine Kehrtwende einleiten, denn der Autobauer Mercedes streicht erste Elektrofahrzeuge aus seinem Portfolio. Bis Ende des Jahres soll es diese nicht mehr geben.

Die Entscheidung, dass Mercedes erste Elektrofahrzeuge nun streicht, dürfte wohl zum Nachdenken anregen und den Zwiespalt der Autobranche mehr als deutlich machen. Ende 2025 soll für zwei der Modelle endgültig Schluss sein.

Eher bedrückte Stimmung beim Autobauer – „Spannung ist deutlich spürbar“

In letzter Zeit dürften sich bei vielen Menschen beim Namen Mercedes wohl eher die Nackenhaare aufstellen. Zu umfangreich sind derzeit die Debatten um den geplanten Sparkurs des Autobauers. Zwar sollen hohe Abfindungen ausgehandelt werden. Dennoch bangen Tausende Mitarbeiter um ihre Jobs und wissen nicht recht, welche Reise sie in Zukunft antreten werden. Auch an anderer Stelle will Mercedes das Sparpotenzial prüfen und entsprechende Maßnahmen umsetzen. Laut Vorstand will man so dafür Sorge tragen, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt und sich den stetig ändernden Rahmenbedingungen flexibel anpassen kann.

Zwei Modelle gehen: Mercedes verkündet nächste Hiobsbotschaft

Indessen kommt die nächste Hiobsbotschaft. Dieses Mal trifft es zwei Elektrofahrzeuge, die es nach einer dreijährigen Testphase in die Serienproduktion geschafft haben und seit 2021 produziert wurden. Doch Ende 2025 soll für die E-Truckmodelle eActros 300 und 400 Schluss sein. Der Autobauer stellt die Produktion ein. Der Grund ist jedoch keinesfalls, dass Mercedes keine Elektrofahrzeuge mehr produzieren will. Im Gegenteil: Schon seit dem letzten Jahr startete eine andere Serie, die die beiden Modelle ablösen soll. Mit dem E-Truck eActros 600 steigt nicht nur die Kapazität der Batterie auf über 600 Kilowattstunden, womit ein LKW ca. 500 Kilometer schafft. Da Lkw-Fahrer gesetzliche Ruhezeiten einzuhalten haben, können sie in dieser Zeit das Fahrzeug laden und so sogar mehr als 1.000 Kilometer pro Tag zurücklegen.

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Außerdem gibt es ab Herbst dieses Jahres einige Erweiterungen. So können Kunden neue Sattelzugmaschinen und Pritschenfahrgestelle mit verschiedenen Kabinenoptionen und Radständen wählen. Zudem plant der Autobauer sogar Varianten mit zwei Batteriepaketen. Ganz weit oben steht die individuelle Anpassung an Kundenwünsche. Zusätzlich plant Mercedes noch eine Kleinserie des eArocs 400 für nächstes Jahr. Grundlage hierfür bilden die Errungenschaften beim eActros 600. Damit hält die fortschreitende E-Mobilität auch Einzug in den Güter- und Transportverkehr.