Keine Abkehr: Deutscher Autobauer hält weiter an Wasserstoff fest

Eine offene Motorhaube, bei einem Wasserstoff-Auto. Auf dem Motor des Wagens ist ganz sichtbar und dick in blauer Schrift "H2" eingezeichnet. Das ist das chemische Zeichen für Wasserstoff.
Symbolbild © istockphoto/Arda ALTAY

Die Mehrheit der Autohersteller sieht in dieser Antriebsart keine Zukunft. Doch ein deutscher Autobauer hält am Wasserstoff fest und hat sogar schon ein festes Datum als Ziel vor Augen.

Bei dem Hype um die Batterien in E-Autos vergisst man schnell, dass es noch andere klimafreundliche Alternativen gibt. Ein deutscher Autobauer schließt sich der allgemeinen Meinung nicht an und hält weiterhin am Wasserstoff als Antriebsart fest. Sogar ein Datum steht schon fest.

E-Batterien als die einzige Zukunft: Deutscher Autobauer stellt sich quer

Entwicklung braucht Zeit und auch die Batterie fürs E-Auto entstand nicht von gestern auf heute. Einig war man sich nach Jahrzehnten, dass Benzin und Diesel schädlich für Mensch, Tier und Umwelt sind und man eine Alternative benötigt. Alternativen gibt es jedoch einige und die Batterie stand dabei zunächst nicht an erster Stelle. Doch wie so oft in unserem alltäglichen Leben muss eine Veränderung nicht nur praktikabel sein, sondern im Falle eines Autos mit alternativem Brennstoff auch geeignet für die Serienproduktion und relativ günstig sein. Ist ein Fahrzeug zu teuer, kaufen es die Kunden nicht, wie man beim E-Auto deutlich sehen kann.

Während die Mehrheit der Autobauer also auf die Batterie im E-Auto setzt, stellt sich ein deutscher Autobauer quer und hält weiterhin am Wasserstoff als alternativen Brennstoff fest. Dieser ist zwar nicht so günstig wie eine E-Auto-Batterie und birgt noch andere Tücken im Alltag und auch in der Serienproduktion. Doch der Autohersteller weiß, was er tut und will 2028 durchstarten.

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Autobauer arbeitet mit Wasserstoff: So sieht die Planung aus

Das Hauptargument gegen ein Fahrzeug mit Wasserstoff-Antrieb stellt der wirtschaftliche Aspekt dar. Im ersten Quartal gelangten gerade einmal 2.119 Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb auf die Straße. Wirtschaftlichkeit sieht anders aus. Doch BMW lässt von seinen Plänen nicht ab. Zusammen mit Toyota arbeiten zwei Riesen der Autobranche an den ersten Prototypen. Ab 2028 soll es dann in Serie gehen. Die erste Generation von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen von BMW kamen bereits 2014 auf den Markt.

Inzwischen arbeiten Toyota und BMW an der dritten Generation und diese soll einige Vorteile mit sich bringen. So seien die Brennstoffzellen inzwischen effizienter. Sowohl die Reichweite als auch die Leistung haben sich im Gegensatz zur vorherigen Generation deutlich verbessert. Zusätzlich soll die Bauweise kompakter und damit leichter zu integrieren sein. Wenn man bedenkt, dass auch die Batterien in E-Autos mit solchen Problemen zu kämpfen hatten und immer noch haben, könnte es vielleicht bald tatsächlich mehr Autos mit Wasserstoff-Antrieb geben.