
Um Verbrenner und E-Autos sowie Abgase und Schadstoffe gibt es regelmäßig rege Debatten in Gesellschaft und Politik. Nun drängt der ADAC auf einen CO₂-Aufschlag bei Verbrennern, auch als Zeichen der Klimawende.
Der große Verkehrsclub ADAC schlägt neue Wege ein und setzt auf einen CO₂-Aufschlag bei Verbrennern und beim Sprit, um Mobilität und Klimaschutz zu verbinden. Damit geht die Diskussion um Preise und Umwelt erneut von vorne los.
Wenn alte Gewissheiten ins Wanken geraten
Die Debatte über die Zukunft des Straßenverkehrs gewinnt an Fahrt. Lange wurde über Verbote oder Förderprogramme gestritten, doch nun rückt ein anderer Hebel ins Zentrum: der Preis. Diese Diskussion betrifft nicht nur Politiker, sondern auch Millionen von Autofahrerinnen und Autofahrern in Deutschland. Ein zentrales Instrument, über das derzeit gerungen wird, ist der sogenannte CO₂-Preis. Dahinter steht die Idee, klimaschädliche Emissionen nicht nur technisch zu reduzieren, sondern auch wirtschaftlich zu bepreisen. Ein höherer Preis auf fossile Kraftstoffe macht es teurer, Benzin oder Diesel zu tanken. Und er schafft gleichzeitig einen finanziellen Anreiz, über Alternativen nachzudenken.
Parallel zu dieser Diskussion stehen praktische Veränderungen im Alltag der Menschen: Viele Pendler schauen inzwischen verstärkt auf Verbrauch und Verbrauchsspitzen, um Kosten zu sparen. Der ADAC selbst gibt regelmäßig Tipps, wie sich Kraftstoff effizienter nutzen lässt, etwa durch vorausschauendes Fahren oder optimalen Reifendruck, um den Verbrauch zu senken. Manche sehen zudem im CO₂-Preis nicht nur Kosten, sondern auch einen lenkenden Impuls, um über Fahrverhalten, alternative Verkehrsmittel oder neue Antriebe nachzudenken.
ADAC befürwortet CO₂-Aufpreis für Sprit – was das wirklich bedeutet
Die überraschend klare Position kommt vom ADAC, Deutschlands größtem Verkehrsclub. Dessen Verkehrspräsident hat öffentlich bekräftigt, dass eine Ausweitung des Emissionshandels auf Benzin und Diesel aus seiner Sicht ein sinnvolles Steuerungsinstrument ist. Statt fossile Kraftstoffe pauschal zu subventionieren, sollte man deren Preis zukünftig stärker an den verursachten CO₂-Emissionen ausrichten.
Aus Sicht des Clubs würde ein höherer Preis nicht nur das Bewusstsein für den Klimaschutz schärfen, sondern auch ein wirtschaftliches Signal setzen. Wer auf klimaschonendere Alternativen umsteigt – etwa elektrisch unterwegs ist oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt –, hätte einen direkten Vorteil. Die Einführung eines EU-weiten CO₂-Preises für Sprit war ursprünglich früher geplant, wurde wegen Widerständen aber verschoben. Der neue Zeitplan sieht eine Einführung erst 2028 vor, um Preisspitzen und soziale Belastungen abzufedern.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, ADAC-Verkehrspräsident, dpa)














