Kompletter Absturz: Tesla landet auf letztem Platz bei TÜV-Report

Ein roter Tesla steht auf zwei Schienen in einer Werkstatt. Das Elektroauto soll wohl repariert werden oder die Angestellten sollen eine Hauptuntersuchung vornehmen.
Symbolbild © imago/MiS

Tesla landet auf dem letzten Platz im neuen TÜV-Report – ein überraschender Absturz, der selbst Fachleute alarmiert und Fragen nach Technik, Service und Zukunft des Elektro-Pioniers aufwirft.

Der neue TÜV-Report 2026 sorgt für Wirbel: Ein Hersteller stürzt derart ab, dass selbst Experten nur staunen. Und es trifft ausgerechnet den E-Auto-Giganten Tesla.

Model Y bricht die falschen Rekorde

Der TÜV-Report 2026 hat einen klaren Verlierer – und es ist ausgerechnet Tesla, der einstige Vorreiter der Elektromobilität. Die Prüfer werteten dabei in diesem Jahr 9.458.562 Hauptuntersuchungen aus. Besonders heftig trifft es das Model Y, das unter den 110 untersuchten zwei bis drei Jahre alten Fahrzeugen auf dem allerletzten Platz landet. Mit einer Durchfallquote von 17,3 Prozent erreicht der Stromer den schlechtesten Wert dieser Altersklasse seit einem Jahrzehnt. Knapp davor: das Model 3, das mit 13,1 Prozent ebenfalls weit hinter der Konkurrenz zurückbleibt.

Die Liste der Mängel liest sich wie ein Weckruf: Defekte an Achsaufhängung, Bremsscheiben und Beleuchtung gehören zu den häufigsten Beanstandungen. Besonders kritisch: Bei Model Y und Model 3 sind die oberen Querlenker konstruktiv unzureichend vor Wasser geschützt. Feuchtigkeit, die von der Frontscheibe eindringt, kann dort für vorzeitigen Verschleiß sorgen. Dabei war das Model Y zwischenzeitlich sogar das weltweit meistverkaufte Auto. Fahrer loben den Innenraum, die einfache Bedienung und die schnelle Ladetechnik. Doch die TÜV-Bilanz wirft nun einen langen Schatten auf das Erfolgsmodell.

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Teslas Service-Konzept unter Beschuss

Zu den technischen Schwächen kommen weitere Probleme: Unter dem hohen Gewicht der Batterie leiden Trag- und Führungsgelenke, die bei unzureichender Dimensionierung schneller ausschlagen. Experten machen aber vor allem Teslas Wartungsstrategie verantwortlich. Der Hersteller verzichtet auf feste Serviceintervalle. Mängel, die in klassischen Werkstätten früh entdeckt würden, tauchen so erst bei der Hauptuntersuchung auf. Tesla betreibt zwar 21 eigene Werkstätten in Deutschland, doch Nutzer klagen über Wartezeiten, holprigen Service und hohe Kosten.

Dass es auch anders geht, zeigen Konkurrenten: VW e-Golf, Mini Cooper SE und Audi Q4 e-tron erzielen teils Top-Platzierungen. Ein generelles Problem aller E-Autos bleibt jedoch die Bremsanlage. Wegen der Rekuperation werden die Scheiben kaum genutzt, was Rost und verminderte Bremsleistung begünstigt. Experten raten daher: regelmäßig kräftig bremsen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, TÜV-Report 2026, ADAC)