Kosten: Immer mehr Autofahrer steigen auf Deutschlandticket um

An diesem Bahnhof sind sehr viele Menschen zu sehen. An den zahlreichen Bahnsteigen und Ticket-Automaten haben sich schon Schlangen gebildet, weil sich alle eine Fahrkarte kaufen wollen.
Symbolbild © imago/ NurPhoto

Angesichts der weiterhin hohen Spritpreise fragen sich viele Autofahrer, ob es sich lohnt, auf das Deutschlandticket umzusteigen. Es sieht wohl so aus, als ob die Verkehrswende so langsam in die Gänge kommt.

Das Deutschlandticket gibt es bereits seit mehreren Jahren. Mittlerweile haben sich 14 Millionen Menschen dafür entschieden. Und jetzt werden es wohl noch mehr Autofahrer sein, die auf das Deutschlandticket umsteigen.

Millionen Menschen fahren mit dem Deutschlandticket – jetzt auch mehr Autofahrer

Was es für 49 Euro im Monat gab, kostet mittlerweile 63 Euro monatlich. Dennoch nutzen Millionen das Deutschlandticket, um durch das Bundesgebiet zu fahren. Laut Statistikern wirken sich auch die jüngsten Entwicklungen im Verkehr aus, sodass immer mehr Menschen auf die Bahn umsteigen. Doch das Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft: Wenn die Deutsche Bahn nicht an ihrer Zuverlässigkeit in puncto Linienführung und Pünktlichkeit arbeitet, werden sich nicht noch mehr Menschen dazu entschließen, das Auto stehen zu lassen.

Außerdem ist das Angebot regionaler Bahnen, gerade in ländlichen Regionen, immer noch sehr dünn gesät. Mit anderen Worten: Wer auf dem Land lebt, kann es sich schlichtweg nicht leisten, nur mit der Bahn zu fahren. Oftmals dauert es stundenlang, um von einer Stadt zur anderen zu gelangen. Ursache dafür sind mehrere Umstiege in unterschiedlichen Zügen und umständliche Linienführungen.

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Preise bleiben viel zu hoch: Lieber mal mit der Bahn fahren

Experten sind der Ansicht, dass das Deutschlandticket enormes Potenzial bietet, allerdings müsse man noch an der Ausführung arbeiten. Andernfalls können Autofahrer nicht vollständig auf Bus und Bahn umsteigen. Sie benötigen eine vergleichbare Flexibilität und Effektivität wie beim Auto. Gerade in den Metropolen und Großstädten verzichten junge Leute auf das Auto, das im Unterhalt zu teuer ist. Nicht zuletzt die enormen Kosten für den Führerschein sprechen gegen das Kfz. Wenn sich in den nächsten Wochen und Monaten nichts an den Spritpreisen ändert, ist davon auszugehen, dass viele den Gedanken hegen werden, lieber mit der Bahn zu fahren.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion, Bundesverkehrsministerium, infas, RWTH Aachen, TU Dresden)