
Dass die deutsche Autobranche in der Krise steckt, ist nichts Neues. Die Autobauer hierzulande verlieren den Anschluss an den internationalen Automarkt und sehen sich nun mit weiteren großen Problemen konfrontiert.
Experten sind sich einig: Dass es so schlecht um die deutsche Autoindustrie steht, ist kein Zufall. Die deutschen Auotbauer verlieren einfach den Anschluss an den internationalen Markt. Die Konkurrenz macht große Sprünge, was sich auch deutlich in den Umsätzen widerspiegelt.
Konzerne haben es bereits gesehen: „Konkurrenz ist sehr stark“
In der deutschen Autoindustrie sieht es denkbar schwarz aus. Werke schließen, Stellen werden abgebaut und weitere Sparmaßnahmen sorgen für eine Massenentlassung in diesem Bereich. Und auch die neuen Zahlen aus dem ersten Quartal dieses Jahres geben keinen Grund zur Hoffnung. Denn abgesehen von den internen Problemen kommen internationale hinzu. Dazu gehören die Strafzölle der USA gegen alles, was aus dem Ausland kommt. Wer sich nicht auf Kompromisse eingelassen hat, zahlt nun doppelt drauf. Und auch die Konkurrenz aus Fernost schläft nicht. So hat der Konzernchef von Mercedes richtig erkannt, dass man es mit der qualitativ hochwertigen Marke aus Deutschland in China nicht leicht hat und die Menschen dort lieber auf regionale Autohersteller setzen.
Autobauer verlieren Anschluss: Gründe liegen auf der Hand, sind jedoch nicht so schnell zu beseitigen
Inzwischen hat die Autoindustrie erkannt, in welchen Bereichen die Probleme liegen. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland mit dem Ausbau der E-Mobilität weit hinterher. In China beispielsweise gibt es schon weitaus günstigere und verlässlichere E-Modelle, sodass die deutsche Qualität, auf die man Jahrzehnte gesetzt hat, ihrem Ruf in diesem Bereich nicht gerecht wird. Zudem habe man Jahre verschlafen und es verpasst, notwendige Investitionen für die Zukunft zu tätigen. Nun liege es an den Autoherstellern, aus dieser Marktverschiebung die richtigen Konsequenzen zu ziehen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen, so Experten.
Laut Fachleuten bestehen für die Autohersteller in Deutschland klare Aufgaben. Zum einen müsse man im Bereich der E-Mobilität aufholen, ebenso bei der Software. Die Politik müsse dafür die staatlichen Rahmenbedingungen schaffen, zum Beispiel durch den Abbau von Bürokratie und Steuererleichterungen. Immer wieder werfen Experten den Deutschen fehlende Technologieoffenheit vor. Auch dies müsse sich ändern. Und zum Schluss bedürfe es noch starker Partnerschaften auf dem chinesischen Markt. Nur so könne man laut Experten einen entscheidenden Marktanteil im Autosegment zurückgewinnen.
(Quellen: EY, dpa, DER SPIEGEL)














