
Nicht auch noch das, dürften sich einige deutsche Autobauer denken, denn sie fallen auf neue Tiefstände. Damit spitzt sich die Krise im Automobilsektor weiter zu und setzt die Hersteller unter Druck.
Die aktuelle Serie an Hiobsbotschaften reißt nicht ab, da nun auch harte Kennzahlen aus verschiedenen Analysebereichen den Druck auf die Unternehmen massiv erhöhen und die Anleger zunehmend an der langfristigen Strategie der Konzerne zweifeln lassen.
Abgeschlagen auf den hinteren Plätzen: Autobauer verlieren in Umfrage an Boden
Die neuen Quartalszahlen für das zweite Quartal in diesem Jahr stehen unmittelbar bevor. Laut aktuellen Erkenntnissen hat sich nicht viel Positives getan. Im Gegenteil: Die amerikanische JD-Power-Qualitätsstudie gibt es in diesem Jahr bereits zum 40. Mal und sie gilt als ein wichtiger Indikator in der Branche für Sicherheit, Kundenzufriedenheit und Qualität. Während Porsche und Mercedes punkten konnten, landeten zwei deutsche Hersteller auf den hintersten Plätzen. Dies setzt Audi und VW deutlich unter Druck. Denn eine solche Umfrage bedeutet meistens auch, dass die Verbraucher nicht mehr unvoreingenommen auf deutsche Qualitätsarbeit setzen. Jetzt kommt eine weitere schlechte Nachricht hinzu und setzt die ohnehin schon gebeutelte Branche zusätzlich unter Druck.
Deutsche Autobauer fallen auf neue Tiefstände: Strategieänderung führt zu massivem Druck
Inzwischen müssen deutsche Autobauer auch noch schlechte Nachrichten von der Börse hinnehmen, denn ihre Aktien fallen auf neue Tiefstände. Dies gilt sowohl für VW als auch für Mercedes. BMW und Mercedes müssen neue Tiefstwerte für ihre Aktien hinnehmen. Aber wieso brechen die Aktienkurse so extrem ein und was müssen Autobauer jetzt tun, um nicht noch weiter zu fallen? Experten sehen in dieser Entwicklung zwei wichtige Gründe.
Bei VW beispielsweise sehen Fachleute den Hauptgrund in dem angekündigten Ende der Kooperation mit Bosch. Der Autobauer beabsichtigt, Kosten einzusparen, und will die Zusammenarbeit deutlich reduzieren. Dies lässt Anleger unsicher werden. Generell wollen diese nur noch ihr Geld investieren, wenn es Sicherheiten für den Erfolg zu geben scheint. Man urteilt inzwischen also nach Zahlen und tatsächlich vorhandenen, bewertbaren Kriterien und verlässt sich nicht mehr auf die Fahrpläne der einzelnen Autobauer. Zudem liegt der Fokus nun vermehrt auf der KI in den Fahrzeugen, beispielsweise mit dem autonomen Fahren.
(Quellen: IT Boltwise, Handelsblatt, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














