„Leerer Tank jetzt strafbar“: Neue Verbote gelten für alle Autofahrer

Ein Mann geht zu Fuß eine asphaltierte Straße entlang und trägt in seiner rechten Hand einen roten Benzinkanister. Er macht sich auf den Weg von der Tankstelle zu seinem Auto, um es wieder vollzutanken.
Symbolbild © imago/Panthermedia

Neue Verbote gelten bald für alle Autofahrer. Nun sollen sie sogar für einen leeren Tank bestraft werden. Die Kontrollwillkür der Behörden erreicht offenbar neue Höchstwerte.

Wer eine Autoreise plant, sollte sich gründlich vorbereiten und die vor Ort geltenden Regeln kennen. Das gilt natürlich auch im Ausland, wo viele Vorschriften andere sind als bei uns in Deutschland. Ein umfassender Fahrzeugcheck und Informationen zu Mautgebühren sind immer sinnvoll und oftmals entscheidend, um Strafen zu entgehen. Für viele Autofahrer gelten zudem bald neue Verbote, die man kennen sollte.

Überraschende Regeln auf europäischen Straßen

In Deutschland dürfen Autofahrer auf Autobahnen nur in Notfällen oder bei Unfällen anhalten. Ein leerer Tank oder ein nicht aufgeladenes Elektroauto gelten nicht als Panne, sodass das Anhalten hier rechtswidrig ist und ein Bußgeld von 35 Euro nach sich zieht. Bei längerem Stehen erhöht sich das Bußgeld auf 70 Euro und es kommt ein Punkt in Flensburg hinzu. Zudem kann ein aus diesem Grund verursachter Unfall wegen grober Fahrlässigkeit geahndet werden. Daher ist es ratsam, stets ausreichend Treibstoff im Tank zu haben.

In den Niederlanden gelten andere Regeln: Hier genießen Radfahrer besonderen Schutz. Autofahrer müssen den Radverkehr stets im Blick haben und den Zweirädern Vorrang gewähren sowie genügend Platz einräumen. Diese fahrradfreundliche Kultur spiegelt sich auch in den Gesetzen wider. Wer gegen diese Vorschrift verstößt, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch ernste Unfälle.

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Noch mehr kuriose Vorschriften und strenge Gesetze im Ausland

Auch andere Länder haben spezielle Verkehrsregeln, die oft überraschend oder streng wirken. In Dänemark gilt die ungewöhnliche Pflicht, vor dem Start zu überprüfen, ob sich Kinder unter dem Fahrzeug befinden. Diese Regel soll tragische Unfälle verhindern und die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, insbesondere in Wohngebieten, wo Kinder häufig in der Nähe von Autos spielen. In Italien hingegen müssen Autofahrer besonders vorsichtig mit Alkohol umgehen. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 Promille, doch die Strafen für Verstöße sind erheblich strenger als in Deutschland. Bereits bei geringfügigen Überschreitungen drohen hohe Geldbußen und ab 1,5 Promille können die Behörden das Auto sogar einziehen und versteigern. Diese strengen Maßnahmen sollen Alkoholverstöße im Straßenverkehr reduzieren und Unfälle verhindern.

In Spanien gibt es eine Regelung, die schnelle Zahler belohnt. Wer ein Bußgeld innerhalb von 20 Tagen begleicht, erhält einen Rabatt von 50 Prozent. Diese Praxis soll Autofahrer dazu motivieren, ihre Strafen zügig zu bezahlen. Wer jedoch die Frist überschreitet, muss mit einer Erhöhung des Bußgeldes rechnen. Diese Regelung zeigt, wie unterschiedlich verschiedene Nationen ihre Bußgelder handhaben, und unterstreicht die Notwendigkeit, sich über die spezifischen Bestimmungen des jeweiligen Landes zu informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.