Maßnahmen: Millionen Autos droht das TÜV-Aus in Deutschland

Ein Auto befindet sich gerade in einem offenen Raum, in dem es gründlich von Mitarbeitern des TÜV untersucht wird. Über dem Raum steht auf einem blauen Schild in einer weißen Schrift "Hier prüft der TÜV SÜD". Daneben befindet sich das TÜV-Siegel.
Symbolbild © imago/ Sven Simon

Viele Menschen setzen im Alltag stark auf das Auto. Eine regelmäßige technische Überprüfung sorgt dafür, dass Fahrzeuge sicher bleiben und die gesetzlichen Anforderungen im Straßenverkehr erfüllt sind. Einigen Autos droht jetzt allerdings das TÜV-Aus in Deutschland.

In Deutschland spielt das Auto im Alltag vieler Menschen eine zentrale Rolle. Zahlreiche Pendler nutzen es täglich für den Weg zur Arbeit. Besonders in ländlichen Regionen fehlt oft ein dichtes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, sodass viele auf den eigenen Wagen angewiesen sind. Nun droht jedoch das TÜV-Aus für viele Autos.

TÜV in Deutschland: Regelmäßige Prüfungen sichern den Straßenverkehr

Täglich nutzen Millionen Fahrzeuge in Deutschland öffentliche Straßen, deshalb schreibt der Gesetzgeber regelmäßige technische Untersuchungen vor, die als TÜV bekannt sind. Diese Kontrolle prüft sicherheitsrelevante Bauteile wie Bremsen, Beleuchtung, Lenkung und Abgaswerte. Prüfstellen arbeiten dabei nach festen Standards, damit jedes Fahrzeug die gleichen Anforderungen erfüllt. Autobesitzer müssen ihr Auto in festgelegten Abständen vorstellen und die Untersuchung fristgerecht durchführen lassen. So soll sichergestellt werden, dass nur verkehrstaugliche Fahrzeuge am Straßenverkehr teilnehmen und Risiken für Fahrer sowie andere Verkehrsteilnehmer sinken.

Vielen Autos droht das TÜV-Aus in Deutschland

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Wer bei der Hauptuntersuchung Mängel am Fahrzeug feststellt, erhält keine gültige TÜV-Plakette. In diesem Fall müssen Fahrzeughalter die festgestellten Probleme reparieren lassen und das Auto erneut vorführen. Diese Nachprüfungen verursachen zusätzliche Kosten, die je nach Umfang der Reparaturen stark variieren können. Auch die ursprüngliche Untersuchung sowie Werkstattbesuche belasten das Budget vieler Autobesitzer. Besonders größere technische Schäden können schnell zu hohen Ausgaben führen.

Außerdem gibt es klare Regeln für technische Sicherheit. Mobilfunkanbieter modernisieren ihre Netze und lösen damit eine technische Kettenreaktion im Straßenverkehr aus. Viele Fahrzeuge nutzen das gesetzlich vorgeschriebene eCall-System, das bei einem Unfall automatisch einen Notruf sendet und dabei häufig auf das 2G-Netz zurückgreift. Wenn Anbieter dieses Netz schrittweise abschalten, kann das System keine Verbindung mehr zu den Leitstellen aufbauen. Deshalb fragen sich derzeit viele, ob Fahrzeuge dann überhaupt noch die Hauptuntersuchung bestehen. Der TÜV selbst fordert eine pragmatische Lösung, weil Halter die Umstellung nicht beeinflussen können, und plädiert dafür, den Ausfall nicht automatisch als schweren Mangel zu werten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Auto Motor Sport, t-online)