Mega-Revolution: Autobauer will Toiletten in Fahrzeuge einbauen

Schwarze Autotüren hängen an einem gelben Laufband in einer Autoproduktionsfabrik. Dahinter ist eine große und gut ausgeleuchtete Produktionshalle zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Traimak_Ivan

Zwar kennen viele Menschen ein mobiles Badezimmer aus Campern und Wohnwagen, doch in Kleinwagen war diese Idee bisher Science-Fiction. Nun kommt die Revolution, und ein Autobauer will Toiletten in Fahrzeuge einbauen.

Die meisten Autofahrer sollten die Situation kennen, wo man dringend „wohin muss“, sich aber keine Möglichkeit oder Raststätte auftut. Für genau so einen Fall will ein Autobauer nun in seine Fahrzeuge Toiletten einbauen und schockt mit dieser Mega-Revolution beim Konzept alle.

Wenn Komfort im Auto plötzlich eine neue Richtung einschlägt

Autos entwickeln sich zunehmend zu multifunktionalen Räumen. Besonders bei modernen Elektrofahrzeugen wächst die Erwartung, dass sie mehr bieten als reines Fahren. Hersteller setzen verstärkt auf Ausstattung, die lange Strecken angenehmer macht. In Märkten wie China zeigt sich dieser Trend besonders deutlich. Neben klassischen Features werden immer häufiger Extras integriert, die sonst eher aus dem Wohn- oder Freizeitbereich bekannt sind. Hintergrund ist ein intensiver Wettbewerb, bei dem Komfort ein wichtiges Verkaufsargument ist.

Parallel verändert sich auch das Nutzungsverhalten. Roadtrips, mobiles Arbeiten und Camping gewinnen an Bedeutung. Fahrzeuge dienen immer öfter als temporärer Aufenthaltsort – teilweise sogar über mehrere Stunden hinweg. Dabei lassen sich lange Fahrten schon jetzt besser planen. Apps wie ADAC Drive oder Google Maps zeigen Rastplätze, Tankstellen und Pausenoptionen in Echtzeit an. Das reduziert Stress und hilft, Stopps gezielt einzuplanen.

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Eingebautes WC im Auto: Warum diese Idee für Aufsehen sorgt

Der chinesische Hersteller Seres arbeitet an einem ungewöhnlichen Konzept. Ein Patent beschreibt eine integrierte Toilette, die im Fahrzeug verborgen ist und bei Bedarf automatisch ausgefahren werden kann. Das System soll sich unter einem Sitz befinden und per Sprachsteuerung aktiviert werden. Nach der Nutzung kümmern sich Belüftung und Wärmefunktionen um Geruchsreduktion und Aufbereitung. Die Rückstände landen in einem separaten Behälter, der später entleert werden muss.

Die Idee richtet sich dabei ganz klar vor allem an Nutzer, die lange Strecken ohne häufige Stopps zurücklegen oder ihr Fahrzeug auch für Camping nutzen. In Reisebussen sind solche Lösungen bekannt, im klassischen Pkw wären sie jedoch neu. Für ähnliche Anforderungen gibt es außerdem bereits praktische Alternativen. Denn mobile Camping-Toiletten sind leicht erhältlich, benötigen keinen Umbau und lassen sich flexibel einsetzen. Ob die Technik tatsächlich in Serienfahrzeugen erscheint, bleibt offen. Ein Patent sichert zunächst nur die Idee. Viele solcher Konzepte schaffen es nie in den Alltag, dienen aber als Grundlage für zukünftige Entwicklungen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion, BBC, Autoblog Netherlands)