
Eigentlich sollten Stromer günstiger sein – doch bei E-Autos kassieren Werkstätten vielerorts ordentlich ab. Was wirklich hinter den überraschend hohen Rechnungen steckt und wie Verbraucher sich vor dreisten Kostenfallen am besten schützen können.
Beim Blick auf die Werkstattrechnung staunen einige E-Auto-Besitzer nicht schlecht: Manche Betriebe verlangen happige Preise. Das verbirgt sich wirklich hinter den hohen Kosten.
Hohe Werkstattkosten: Kunden müssten viel weniger zahlen
Selbst bei scheinbar harmlosen Inspektionen greifen einige Stromerfahrer offenbar erstaunlich tief in die Tasche. Dabei sind E-Fahrzeuge im Hinblick auf Wartung grundsätzlich im Vorteil. Im Unterschied zum klassischen Verbrenner kommen sie mit weniger verschleißanfälligen Teilen aus. Und auch ein ADAC-Testergebnis bestätigt, dass Kunden bei rund 80 Prozent der getesteten Marken in der Praxis tatsächlich weniger für eine Inspektion als beim vergleichbaren Verbrenner zahlen müssten. Dennoch gibt es sie: Werkstätten, die beim E-Auto ordentlich abkassieren – teils mit 30-prozentigen Aufschlägen. Der ADAC berichtet von durchschnittlich 17 Prozent Aufschlag, wobei auch Marke und regionale Unterschiede eine Rolle spielen. Wer sich vor einer Kostenfalle schützen will, hat jedoch einige Möglichkeiten.
Warum Werkstätten bei E-Autos Extra-Geld kassieren
Nachvollziehbare technische Gründe für die hohen Kosten gibt es nach Informationen von Fachleuten nicht. Offiziell werden jedoch Schulungen für Mitarbeiter, höhere Sicherheitsauflagen oder auch kostspielige Spezialausrüstung als Gründe für die hohen Stundensätze genannt. In der Praxis bleibt allerdings oft unklar, wie stark sich solche Investitionen tatsächlich auf die Rechnung des einzelnen Werkstattkunden auswirken – und wo schlicht an der Preisschraube gedreht wird.
Wer ein E-Auto fährt und bei den Werkstattkosten sparen will, achtet auf mehrere Punkte: Betriebe fernab der Großstadt können laut ADAC die preisgünstigere Alternative sein. Die Vereinbarung eines transparenten Kostenlimits schützt außerdem vor bösen Überraschungen. Erscheinen bestimmte Posten oder Fachbegriffe auf der Rechnung unklar, ist es wichtig, beim Anbieter nachzuhaken. Überdies ist es unerlässlich, Angebote verschiedener Werkstätten miteinander zu vergleichen. Hier hilft es, eine unverbindliche Berechnung der voraussichtlichen Kosten anzufordern. So lässt sich das Kostenrisiko oft erheblich reduzieren.
(Quellen: ZDK, Verbraucherzentrale, Kfz-Fachmedien)














