
Die Automobilbranche hatte schon gewarnt Nun zeigt auch Merz Flagge und will das geplante Verbrennerverbot kippen. Die Anzeichen verdichten sich. Die Autobauer halten diesen Schritt für längst überfällig.
Zwar dauert es noch einige Jahre, doch Merz trifft mit der Branche nun wohl die entsprechenden Vorbereitungen. Das geplante Verbrennerverbot soll nun kippen.
Autobranche läuft Sturm: „Deutschland wird zugrunde gehen“
Seit über einem Jahr warnt die Automobilbranche davor, das Verbrennerverbot tatsächlich für 2035 in Stein zu meißeln und damit verpflichtend zu machen. Die Autobauer hatten sich in den letzten Jahren darauf eingestellt und ihre Investitionen und Produktionswerke entsprechend auf die E-Autos ausgelegt. Doch die Verbraucher zogen nicht mit. Sie kaufen weiterhin Verbrenner. Experten befürchten, dass im Jahr 2034 die Verbrenner-Käufe noch einmal extrem anziehen werden, damit man ab 2035 vorerst kein neues Auto mehr benötigt.
Während die Autohersteller inzwischen Konsequenzen aus den ausbleibenden Umsätzen ziehen, indem sie Stellen abbauen und Werke schließen und ins Ausland verlegen wollen, spitzt sich die Lage zu. Immer mehr Geschäftsführer der betroffenen Branche warnen davor, dass Deutschland zugrunde gehen wird, wenn man nicht von dem starren Datum des Verbrennerverbots ablässt.
Merz wird deutlich: Verbrennerverbot soll wohl kippen
Auf der Automesse IAA in Frankfurt fand Merz noch nicht so deutliche Worte. Dies hat sich jedoch im Vorfeld des Industriegipfels, der am 9. Oktober in der Berliner Villa Borsig stattfinden soll, geändert. Merz warnt die EU davor, das Verbrennerverbot für das Jahr 2035 festzuschreiben. Anstatt dessen wirbt er mit Technologieoffenheit. Man solle den Verbrauchern die Entscheidung überlassen. Immerhin führen mehrere Wege zum Ziel und nicht nur alleine das Elektroauto.
Merz sieht insbesondere den Standort Deutschland stark gefährdet. Er habe schon vor Amtsantritt versprochen, Deutschlands Wirtschaft zu stärken und das Land als Standort wieder attraktiver zu machen. Politiker und Unternehmen stehen hinter dieser Meinung. Es gehe nicht um die Einhaltung eines starren Datums, sondern um die Erreichung eines gemeinsamen Ziels. Deshalb steht auch der ehemalige Verkehrsminister Cem Özdemir hinter der Aufhebung des Verbrenner-Verbots. Alles wartet gespannt auf die Entscheidung der EU. Denn auch andere Länder wie Italien stellen sich gegen das Verbrennerverbot.














