Mindestalter: Erster Campingplatz verbannt Familien – „Kein Zutritt“

Auf einem sauberen und gepflegten Campingplatz stehen ordentlich in zwei Reihen, rechts und links auf einer Wiese, die von einem Steinweg getrennt sind, mehrere Campingwagen. Bei einigen sieht man ein großes Vorzelt. Bei anderen gibt es eine Satellitenschüssel auf dem Dach.
Symbolbild © istockphoto/firina

Viele Familien trifft diese Neuerung wie ein Schlag ins Gesicht: Der erste Campingplatz verbannt Familien mit Kindern und lässt nur noch Menschen mit einem bestimmten Mindestalter auf den Platz.

Angesichts dieser Änderung fühlen sich Familien diskriminiert, doch es nutzt alles nichts. Der erste Campingplatz führt ein Mindestalter ein und verbannt damit insbesondere Familien mit jüngeren Kindern.

Immer mehr Menschen wollen ihre Ruhe – Kehrtwende für Familien

Familien mit kleineren Kindern suchen selbstverständlich stetig einen Ort, an dem sie ihre Freizeit mit dem Nachwuchs verbringen können und der allen ein unvergessliches Erlebnis beschert. Und natürlich will man sich als Elternteil nicht einschränken lassen. Doch immer mehr Menschen stört anscheinend der Lärm, den die lieben Kleinen verursachen. In den sozialen Medien beispielsweise häufen sich die Beschwerden über kreischende und schreiende Kinder in Restaurants, weshalb die Gäste dort nicht in Ruhe speisen konnten. Das führte dazu, dass erste Restaurants Kinder erst ab einem bestimmten Mindestalter als Gäste erlaubten. Auch an anderen Orten will man sich dem Kinderlärm nicht mehr ausgesetzt sehen, weshalb die Betreiber ein Mindestalter festsetzen. Damit dürfte eine Kehrtwende für Familien kommen.

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Campingplatz verbannt Familien: Kinder unter einem bestimmten Alter dürfen den Platz nicht betreten – Familien sind enttäuscht

Nun haben sich die Betreiber eines bei Familien sehr beliebten Campingplatzes dazu entschieden, Kinder nur noch ab einem Mindestalter von 16 Jahren auf den Platz zu lassen. Zahlreiche Familien mussten ihre Stellplätze räumen. Familien, die hier seit Generationen Urlaub machen, fühlen sich diskriminiert und wie vor den Kopf gestoßen. Der Campingplatz Hobby 3 in Unterseen bei Interlaken wird ab 2026 kinderfrei, weshalb viele Familien ihre aufwändigen Vorbauten auf eigene Kosten abbauen lassen mussten.

Die neuen Betreiber wollen es jedoch so. Laut Rechtsexperten dürfen sie das auch, weil sie das Hausrecht auf dem Campingplatz haben. Die Inhaber erklärten, dass sich viele Dauergäste durch den Kinderlärm gestört gefühlt haben. Sie konnten sich an diesem Ort nicht mehr entspannen. Während viele Familien wohl nicht mehr zurückkommen werden, haben andere bereits einen Stellplatz auf einem kinderfreundlichen Campingplatz gefunden und sind dorthin umgezogen. Der benachbarte Platz Lazy Rancho hat die angekommenen Familien inzwischen willkommen geheißen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, beobachter.ch, Camping Hobby 3)