
Der Markt für E-Bikes wächst und verändert den Straßenverkehr. In Deutschland und vielen anderen Ländern unterstützen die Motoren Geschwindigkeiten von bis zu 25 Kilometern pro Stunde. Einige verdoppeln nun jedoch ihre E-Bike-Geschwindigkeit – mit eklatanten Folgen.
Viele Menschen entscheiden sich für ein E-Bike, weil es Wege verkürzt und Anstrengung reduziert. Pendler kommen schneller zur Arbeit, ohne stark zu schwitzen. Ältere Menschen nutzen die elektrische Unterstützung, um mobil zu bleiben und längere Strecken zu fahren.
Mehr Tempo: E-Bike-Tuning in der Kritik
E-Bikes ersetzen in vielen Städten das Auto, besonders für kurze und mittlere Distanzen. Hersteller bieten unterschiedliche Modelle an, vom Cityrad bis zum Mountainbike. Dadurch finden Interessierte passende Varianten für Alltag, Freizeit oder Sport. Außerdem profitieren Nutzer von geringeren Betriebskosten im Vergleich zu Autos und von flexibler Nutzung im dichten Verkehr. Gleichzeitig wächst das Thema E-Bike-Tuning. Einige Nutzer möchten mit ihrem E-Bike schneller fahren, als es die Hersteller vorsehen. Beim sogenannten E-Bike-Tuning verändern sie deshalb technische Einstellungen oder bauen zusätzliche Teile ein, damit der Motor länger oder stärker unterstützt. Dadurch kann das Rad Geschwindigkeiten erreichen, die über der gesetzlich erlaubten Grenze liegen.
Neues Zubehör: Fahrer verdoppeln ihre E-Bike-Geschwindigkeit
Händler und Online-Plattformen verkaufen inzwischen Zubehör, das die werkseitige Begrenzung elektrischer Fahrräder beeinflussen soll. Gleichzeitig reagieren Hersteller und Verkehrsexperten mit deutlicher Kritik, weil solche Eingriffe die technische Abstimmung der Fahrzeuge verändern. Wer die Unterstützung des Motors manipuliert, bewegt sich nicht mehr im Rahmen der ursprünglichen Typgenehmigung. Das kann Bußgelder nach sich ziehen und im Schadensfall zu Problemen mit der Versicherung führen. Zudem erlischt häufig die Herstellergarantie, sobald Nutzer die Elektronik verändern.
In Europa sowie in Australien endet die Motorunterstützung bei E-Bikes in der Regel bei 25 Kilometern pro Stunde. Diese Grenze legt die Einordnung als Fahrrad fest und bestimmt die rechtlichen Rahmenbedingungen. Dennoch entwickeln einige Anbieter Produkte, die diese Begrenzung technisch umgehen sollen. Dazu zählt ein Zusatzmodul namens „SPEEDi“, das das Unternehmen NLS Components aus Neuseeland vertreibt. Nach Angaben des Unternehmens soll das Bauteil die erreichbare Geschwindigkeit vieler Modelle erhöhen, ohne den Motor direkt auszutauschen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, NLS Components)














