„Müssen sparen“: Deutscher Autobauer kündigt Maßnahmen an

Ein Blick in die Fabrik eines Autoherstellers. Ein Mitarbeiter steht an einem Tisch mit zwei Computerbildschirmen und arbeitet. Links daneben stehen mehrere neue Autos. Es handelt sich um Autos der Automarke Porsche.
Symbolbild © Porsche AG

Mit einem neuen Sparpaket kündigt nun ein weiterer deutscher Autobauer drastische Maßnahmen an. Laut Unternehmensführung müsse man handeln, denn so könne es nicht mehr weitergehen.

Ein weiterer deutscher Autobauer zieht nun die Notbremse und kündigt an, Maßnahmen einzuleiten, um massive Einsparungen vornehmen zu können. Die Zahlen sprechen für sich und bringen das Unternehmen in eine Lage, die Zugeständnisse erfordert.

Autobranche weiterhin in der Krise: Weitere Faktoren erschweren den Wachstum

Große Namen wie BMW, Audi und Mercedes geraten aufgrund der sinkenden Absatzzahlen immer weiter in Bedrängnis. Daran schuld ist jedoch nicht nur das zurückhaltende Kaufverhalten der Bürger hierzulande. Auch andere Faktoren machen es der Autowirtschaft im Moment nicht gerade leicht. Viele große Autobauer haben aufgrund des Verbrenner-Verbots ab 2035 ihre Werke umgerüstet und Millionen bzw. Milliarden in die Entwicklung eigener E-Auto-Modelle investiert. Doch so schnell wie die Unternehmen ihre Umbauten vornahmen, so gering ist bisher das Interesse der Verbraucher an E-Fahrzeugen. Die Verkäufe gehen nur schleppend voran, was sich negativ auf die Umsätze der Autobauer auswirkt. Diesem Abwärtstrend begegnen viele der betroffenen Unternehmen mit Sparmaßnahmen. Auch dieser deutsche Autobauer kündigt nun weitere Maßnahmen an.

Weitere Maßnahmen müssen her – „Reicht einfach nicht aus“

Bereits im Februar hat Porsche mit einem massiven Sparpaket auf sich aufmerksam gemacht. 3.900 Stellen sollten gestrichen werden. 2.000 Zeitarbeitsverträge hat das Unternehmen nicht verlängert. Die anderen 1.900 Stellenstreichungen sollen sozialverträglich und auf freiwilliger Basis erfolgen. Denn bis 2030 darf man den Mitarbeitern nicht betriebsbedingt kündigen. Doch die bisherigen Maßnahmen würden nicht ausreichen, so die Geschäftsführung, weshalb der deutsche Autobauer nun weitere Maßnahmen angekündigt hat.

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Mit einem weiteren Strukturpaket will man dem Abwärtstrend zuleibe rücken und so die Zukunft des Unternehmens sichern. Laut dem Geschäftsführer führen derzeit drei konkrete Probleme zu der schwierigen Lage von Porsche. Zum einen sei man in China immer weniger bereit, die Luxusmarke zu kaufen, und steige lieber auf billige E-Autos um. Zudem würden die von Trump auferlegten Importzölle vielen Unternehmen die Geschäfte erschweren. Noch dazu steige die Nachfrage nach E-Autos insgesamt weiterhin nur schleppend an. Gleichzeitig bestehe jedoch die Notwendigkeit, weiterhin in E-Fahrzeuge zu investieren, um den Anschluss nicht zu verlieren. Diese Entwicklungen und die unsichere Marktlage zwingen Porsche nun zu einer weiteren Sparrunde. Wie genau das neu geschnürte Maßnahmen-Paket aussehen soll, wolle man erst einmal intern mit dem Betriebsrat und nicht mit der Öffentlichkeit diskutieren, so der Konzern-Chef.