Nach 45 Minuten: Teure Strafen drohen beim Laden von E-Autos

Ein schönes junges Mädchen hält ein Ladekabel vor einem weißen E-Auto. Sie verzieht das Gesicht und hält einen Finger an die Stirn, um Zweifel oder Unwissenheit auszudrücken. Anscheinend gibt es Probleme beim Aufladen des Stromers.
Symbolbild © istockphoto/Nikola Spasenoski

Beim Laden von E-Autos kann man auf plötzliche Extra-Gebühren stoßen, mit denen man so nicht gerechnet hat. Nach exakt 45 Minuten ist es so weit und man zahlt drauf.

Aufgeladen und abgezockt: So kommt es einem zumindest vor, wenn man diese wichtige Regel beim Laden von E-Autos nicht kennt. In diesem Fall zahlt man nach nur einer dreiviertel Stunde eine böse Extra-Gebühr.

Das wird einer Menge Fahrer eine teure Lektion sein

Die Welt der E-Autos ist jung, daher hält sie immer wieder Überraschungen bereit. Leider bergen diese nicht immer einen Grund zur Freude. Somit weiß man jetzt, dass eine bestimmte Reparatur an einem Elektroauto mehrere Jahre dauert. Wenn der eigene Stromer glücklicherweise nicht kaputt ist, muss man ihn dennoch hin und wieder mit Energie versorgen. Da wir uns aber alle noch nicht perfekt mit E-Autos auskennen, verdutzen immer wieder Fahrer beim Laden, wenn es sie auf einmal viel mehr Geld kostet als angenommen. Denn einige Anbieter haben hier ihre ganz eigenen Regeln.

Dass man beim Laden von E-Autos unerwartet mit Mehr-Kosten konfrontiert wird, klingt extrem ungerecht. Tatsache ist aber, dass die niederländische Firma für E-Ladesäulen „Allegro“ einen ziemlichen klugen Ansatz verfolgt, indem sie nach 45 Minuten Extra-Gebühren verlangt. An Ladesäulen herrscht nämlich ein permanentes Problem, das man als Verbrenner-Fahrer schlichtweg nicht kennt. Da das Tanken hier nur eine Minute dauert und danach die Zapfsäule frei ist, kann man sich da nur schwer hineinversetzen. Wie also sieht es aus, wenn man endlich eine Ladesäule für sein E-Auto findet, diese aber besetzt ist? Und zwar mit einem Stromer, der schon seit Stunden aufgeladen ist …

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Beim Laden von E-Autos genau aufzupassen, ist wichtiger als gedacht

Und hier setzt Allegro an: Um auf stabile 80 Prozent der Batterieleistung zu kommen, braucht ein durchschnittliches E-Auto nicht mehr als 45 Minuten. Viele Fahrer schließen ihr Gefährt aber einfach an und lassen es dort stehen – auch über Nacht. Das verbraucht nicht nur unnötig viele Ressourcen, sondern blockiert anderen Fahrern die Stellplätze. Somit muss man bei Allegro nach einer dreiviertel Stunde draufzahlen. 0,246 Euro pro Minute klingt nicht nach viel, addiert sich aber auf 15 Euro in der Stunde. Ob man die E-Autos dann noch über Nacht oder sogar mehrere Tage laden lässt, werden sich die Menschen dann zweimal überlegen. Die streng daherkommende Maßnahme hat also durchaus ihre Berechtigung und könnte uns einiges über den Umgang und das Laden von E-Autos lehren.