Nach Mobilitätswende: Automobilbranche kollabiert in Deutschland

Hersteller arbeiten an der Produktion eines E-Autos in einer Fabrik. Die Mitarbeiter des deutschen Autobauers tragen Arbeitskleidung. Das hintere Auto hat eine geöffnete Motorhaube und steht neben einer Treppe.
Symbolbild © imago/ITAR-TASS

Es scheint immer noch keine Hoffnung zu geben. Nach der Mobilitätswende kollabiert die Automobilbranche in Deutschland weiter. Zehntausende Menschen werden ihren Job verlieren und somit eine weitere große Krise auslösen.

Die Auswertungen für 2025 stehen und zeichnen ein Bild, das wohl viele schon so erwartet haben. In Deutschland kollabiert die Automobilbranche, was sich in dem deutlichen Stellenabbau niederschlägt. Es trifft jedoch nicht nur die Autobranche.

Auf dem absteigenden Ast: „Es wird noch schlimmer werden“

Das Jahr 2026 ist noch vergleichsweise jung und hat trotzdem schon wieder mehrere Insolvenzen zu verzeichnen gehabt. Darunter auch wieder Betriebe aus der Automobilbranche. Damit setzt sich das Drama aus letztem Jahr weiter fort.

Wirtschaftsexperten haben bereits im letzten Jahr vorhergesagt, dass das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr nach einer Flaute der letzten Jahre wieder um ein Prozent steigen soll. Das Problem jedoch besteht darin, dass dies erst einmal bei den Unternehmen und damit bei den Angestellten ankommen muss. Bis dahin bleibt die negative Stimmung weiter erhalten. Die Zahlen zum Stellenabbau und den Umsatzeinbußen aus 2025 lassen kaum Hoffnung aufkommen.

Mobilitätswende hat Folgen – Automobilbranche kollabiert

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Auswertungen haben nun gezeigt, dass 2025 mehr als 124.000 Stellen in der deutschen Industrie gestrichen wurden. Aufgrund mangelnder Auftragslage, heißt es in den meisten Unternehmen. Deshalb verlagern viele ihre Forschung, aber auch ihre Produktion ins Ausland, was einen Schlag ins Gesicht für deutsche Arbeitnehmer bedeutet. 2024 fielen mit ca. 56.000 Stellen nur die Hälfte der Arbeitsplätze aus 2025 weg. Laut Experten soll der Stellenabbau auch in diesem Jahr einen traurigen Höhepunkt erreichen. Einige Betriebe, wie beispielsweise diejenigen aus der Autobranche, traf es im letzten Jahr besonders hart. Hier fielen mit ca. 50.000 Stellen die meisten Arbeitsplätze weg.

Wirtschaftsexperten sehen weiterhin schwarz für die deutsche Industrie, wenn die Politik nicht endlich für die entscheidenden Vorgaben sorgt. Die Bundesregierung müsse nun wichtige Reformen vorantreiben. Dazu gehört beispielsweise, dass alle klimaschädlichen Subventionen wie die Pendlerpauschale oder die Steuerbefreiung von Kerosin sowie das Dieselprivileg abgebaut bzw. abgeschafft werden. Zudem sollen Steuererhöhungen, zum Beispiel bei Immobilien, die richtigen Anreize zum Ausbau schaffen. Außerdem fehlen die Arbeitskräfte in Deutschland. Erst dann könne die deutsche Industrie wieder wachsen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, AFP, EY, Statistisches Bundesamt)