Nächste Stadt sperrt Autos aus: Durchfahrt jetzt verboten

Eine gesperrte Straße in einer deutschen Stadt von vorne aufgenommen. Hier ist kein Durchkommen. An den Seiten stehen Bäume und hohe Wohnhäuser. In Karlsruhe ist eine fertiggestellte Straße schon wieder kaputt.
Symbolbild © istockphoto/MarioGuti

Die österreichische Stadt Salzburg verschärft ihre Verkehrsregeln und schließt viele Autos aus der City aus. Seit Anfang Juli gilt für die Sommermonate ein neues Durchfahrtsverbot, das sich vorwiegend gegen Tagestouristen richtet. Ziel ist es, das jährliche Verkehrschaos in der beliebten Mozartstadt zu entschärfen und die Zahl der Fahrzeuge im Zentrum spürbar zu reduzieren.

Betroffen sind Autofahrer, die lediglich durch die Innenstadt fahren oder für einen kurzen Besuch anreisen. Nach Angaben der Stadt sollen dadurch täglich rund 1.000 Autofahrten wegfallen. Als Vorbild dient das aus Italien bekannte System der verkehrsbeschränkten Zonen, in denen der Durchgangsverkehr gezielt ausgeschlossen wird.

1000 Fahrzeuge weniger – Nächste Stadt sperrt Autos aus

Nicht alle Autofahrer müssen jedoch draußenbleiben. Ausgenommen sind unter anderem Anwohner, Hotelgäste, Lieferdienste, Handwerksbetriebe, Einsatzkräfte sowie Menschen mit medizinischen oder beruflichen Anliegen. Außerdem dürfen Fahrzeuge mit Kennzeichen aus der Stadt Salzburg, dem Umland Salzburg (SL), dem Bezirk Hallein (HA) sowie dem bayerischen Berchtesgadener Land (BGL) weiterhin in die Zone einfahren. Damit verfolgt die Stadt Salzburg ein ganz bestimmtes Ziel: Es sollen deutlich weniger Autos in der Innenstadt unterwegs sein. Oft ist von 1.000 Autos weniger die Rede. Das würde wiederum die Aufenthaltsqualität erhöhen.

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Besucher und Gäste müssen sich umstellen: Autos raus aus der Innenstadt

Wer als Tagestourist mit dem Auto nach Salzburg kommt, soll stattdessen die Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand nutzen. Dort bietet die Stadt während der Sommerregelung ein Tagesticket für 7,50 Euro an. Darin enthalten sind der Parkplatz sowie die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für bis zu fünf Personen. So sollen Besucher bequem ins Zentrum gelangen, ohne zusätzlichen Verkehr in der Altstadt zu verursachen.

Zunächst gilt die neue Regelung für die Monate Juli und August. Sollte sich das Konzept bewähren und die erhoffte Entlastung bringen, schließt die Stadt eine Verlängerung über die Sommermonate hinaus nicht aus. Damit reiht sich Salzburg in eine wachsende Zahl europäischer Städte ein, die den Autoverkehr in ihren historischen Innenstädten deutlich einschränken wollen.

(Quellen: Stadt Salzburg, ADAC, BR24, ORF Salzburg)