
Im Urlaub droht Unwissenden eine Kostenfalle, wenn man sich mit den Auto-Zonen nicht auskennt. Bei Verstößen können so teilweise hohe Strafen auf einen zukommen. Deshalb sollte man sich gut informieren und sofort handeln.
Wie in Deutschland gelten auch im Ausland bestimmte Umwelt-Zonen. Die Länder haben jedoch nicht dieselben Regelungen wie Deutschland. Wer sich nicht darum kümmert, dem können bei Verstößen hohe Strafen drohen.
Umwelt-Zonen in Deutschland: Vorsicht im Ausland geboten
Umwelt-Zonen wurden in Deutschland eingerichtet, um die Gesundheit der Bürger zu schützen und die Luftqualität in Ballungsräumen zu verbessern. Sie sind ein Instrument der Verkehrs- und Umweltpolitik, um den Ausstoß von Schadstoffen direkt an den Belastungsschwerpunkten einzudämmen. Dabei geht es insbesondere um den krebserregenden Dieselruß (besser bekannt unter dem Namen Feinstaub) und die gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxide. Zum einen will man die Menschen vor diesen Gesundheitsrisiken insbesondere in Innenstädten und sonstigen stark frequentierten Bereichen schützen. Zum anderen legte die Europäische Union strenge, rechtlich bindende Grenzwerte für Luftschadstoffe fest. Um Strafzahlungen zu vermeiden, legten die Städte diese Umwelt-Zonen fest.
Auch im Ausland gibt es solche Umwelt-Zonen. Allerdings unterscheiden sich die Regelungen deutlich von denen, die in Deutschland gelten. Deswegen darf man nicht automatisch davon ausgehen, dass man sich mit seinem Umwelt-Kennzeichen auf der sicheren Seite befindet.
Bei Verstößen drohen hohe Strafen: Das müssen Autofahrer im Ausland beachten
In Frankreich beispielsweise benötigt man die sogenannte Crit’Air-Vignette, die in sechs farbige Kategorien von 0 für Elektroautos bis 5 für ältere Diesel unterteilt ist. Das deutsche System kennt nur eine Unterteilung von 0 bis 4. Wer sich die entsprechende Plakette nicht besorgt, muss mit einem Bußgeld von 68 Euro rechnen.
In Dänemark und Belgien beispielsweise setzt man auf ein komplett digitales System. Hier muss man sich zuvor online registrieren, was kostenlos ist und in der Regel für mehrere Jahre gilt. Versäumt man die Registrierung, werden in Belgien zwischen 150 und 350 Euro fällig. Denn ein digitales System erfasst die Kennzeichen der Fahrzeuge beim Einfahren automatisch und gleicht sie mit einer Datenbank ab. Wenngleich man die Bedingungen erfüllt und sich nicht registriert hat, kann dies zu einem Bußgeld führen. Auch in London findet eine automatische Erfassung statt. Ohne die vorherige Anmeldung werden pro Tag stolze 210 Euro fällig. Deshalb gilt: vorher genau informieren! Auch wenn man den Bußgeldbescheid bekommt, kann man noch Geld sparen, wenn man schnell reagiert.
(Quellen: ADAC, EU-Kommission)














