
Vermehrt melden sich wieder kritische Stimmen, die behaupten, dass die deutsche Regierung die neue E-Auto-Förderung zahlt, aber China eigentlich von dieser Prämie am meisten profitiert. So sieht es wirklich aus.
Seit diesem Jahr gibt es wieder eine E-Auto-Förderung. Was gut gemeint scheint, stößt jedoch auf herbe Kritik. Denn während Deutschland zahlt, soll China ordentlich abkassieren. Experten ordnen die Situation ein.
Neue E-Auto-Förderung: Höhe richtet sich nach Einkommen und Kinderanzahl
Wer ab dem 1. Januar ein Elektroauto kauft oder least, kann auf Unterstützung vom Staat hoffen. Denn je nach Einkommen und Anzahl der Kinder, sind bis zu 6.000 Euro Förderung möglich. Dabei darf das jährliche Haushaltseinkommen 80.000 Euro nicht übersteigen. Gefördert werden reine E-Autos und Plug-in-Modelle. Für erstere gibt es 5.000 Euro, für letztere 3.500 Zuschuss. Pro Kind kommen noch einmal 500 Euro, maximal jedoch 1.000 Euro für alle Kinder hinzu.
Mit dieser Prämie wollte die Bundesregierung an die damalige Umweltprämie, die mit dem 31.12.2024 eingestellt wurde, anknüpfen und die Bürger zum Kauf eines E-Fahrzeugs animieren. Die neue Prämie stieß jedoch von Anfang an auf Kritik. Diese soll sich nun bewahrheiten.
E-Auto-Förderung: „Deutsche zahlen, China profitiert“
Ein wesentlicher Kritikpunkt lag darin, dass sich die Bürger dann vermehrt chinesische Modelle kaufen würden, da diese deutlich günstiger als E-Fahrzeuge von den deutschen Autobauern seien. Somit würden chinesische Hersteller von der deutschen Prämie profitieren, und die Autohersteller hierzulande würden leer ausgehen. Deshalb wartete man darauf, dass die E-Auto-Förderung beispielsweise nur beim Kauf eines europäischen E-Autos greifen würde. Diese Einschränkung kam jedoch nicht. Denn zum einen verbieten die EU-Regelungen, dass bestimmte Märkte ausgeschlossen werden. Zum anderen fürchtete man chinesische Gegenmaßnahmen.
Die Zahlen geben den Kritikern jedoch zumindest eine Richtung an die Hand. Denn mit der E-Auto-Förderung stieg auch der Kauf chinesischer Modelle an. Ca. 15 Prozent der Anträge fallen auf chinesische Modelle. Auch wenn dies im Vergleich zum Rest nicht viel ist, ist der Prozentsatz der Käufe von Fahrzeugen aus Fernost merklich angestiegen. Die deutschen Hersteller reagieren bereits darauf. Sie gewähren bei Verbrenner-Modellen wieder deutlich mehr Nachlass als bei den E-Fahrzeugen. Zumindest kommt die E-Auto-Förderung dem Klima zugute.
(Quellen: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Verband der Automobilindustrie, Bundesregierung)














