Neue E-Auto-Steuer soll kommen: Gebühren pro Kilometer

Eine männliche Hand hält mehrere Euro-Scheine in die Kamera. Daneben befindet sich ein E-Auto, das gerade an eine Ladestation angeschlossen zu sein scheint. Elektroautos werden jetzt immer günstiger.
Symbolbild © istockphoto/deepblue4you

Hierzulande müssen Verbraucher keine E-Auto-Steuer bezahlen. Doch bald könnte eine neue Steuer kommen, die sich nach Gebühren pro Kilometer richtet und dann auch E-Auto-Besitzer zur Kasse bittet.

Wer ein E-Auto besitzt, könnte bald eine neue Ausgabe haben. Denn eine neue E-Auto-Steuer ist in Planung. Dazu sollen Gebühren pro Kilometer erhoben werden.

Steuerfrei mit vielen Vergünstigungen: E-Mobilität wird subventioniert

Wer in Deutschland ein E-Auto kauft, kann sich auf einige Vergünstigungen einstellen. Zwar gibt es die Umweltprämie beim Kauf eines E-Fahrzeugs nicht mehr. Dafür hat sich die Bundesregierung jedoch etwas anderes einfallen lassen. So müssen diejenigen, die bis zum 31. Dezember 2025 ein E-Auto zulassen, zehn Jahre lang keine Steuern zahlen. Mancherorts gibt es sogar kostenfreies Parken für Stromer. Damit sollen die Bürger motiviert werden, sich ein E-Fahrzeug zu kaufen und ihren Teil zum Erfolg der E-Mobilität beizutragen. Dieses Vorgehen hat jedoch auch keine Kehrseite: Der Bundesregierung entgehen Milliarden Steuereinnahmen. Bis Ende des Jahres erwarten Experten noch viele Neuzulassungen von E-Autos, womit die Gesamtzahl der Stromer auf zwei Millionen ansteigen dürfte. Im Gegensatz dazu sinken die Steuereinnahmen weiterhin.

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Gebühren nach Kilometer: So soll die neue E-Auto-Steuer aussehen

Hierzulande existiert nach dem Wissen der Öffentlichkeit noch kein Plan, um die entgangenen Steuereinnahmen zu kompensieren. In einigen Nachbarländern dagegen zahlen E-Auto-Fahrer Steuern. In Österreich beispielsweise richten sich diese nach der Größe und Leistung des Stromers. Ein kleines E-Auto kostet demnach nicht so viel Steuern wie ein großer SUV.

In Großbritannien dagegen existieren genaue Pläne. Da man bei E-Fahrzeugen die Steuer schlecht nach dem CO2-Ausstoß berechnen kann, will die dortige Regierung Gebühren nach gefahrenen Kilometern berechnen. Wer mehr fährt, muss demnach mehr zahlen. Für Wenigfahrer könnten dann ca. 290 Euro pro Jahr fällig werden. Bei mehr Kilometern steigen die Gebühren entsprechend an. Diese sollen ab 2028 für die E-Auto-Fahrer anfallen. Bis dahin könnte sich auch Deutschland überlegen, mit Steuern nachzuziehen. Denn zu vernachlässigen sind die entgangenen Steuereinnahmen nicht.

(Quellen: Deutsche Bundesregierung, Elektromobilität)