Neue Entscheidung: Mercedes hält weiter am Verbrenner fest

Das Gebäude einer Mercedes-Niederlassung mit dem Mercedes-Stern auf dem Dach. Das Firmenlogo prangt vor einem blauen Himmel bei sonnigem Wetter. Die Niederlassung könnte ein Werk oder eine Zentrale sein.
Symbolbild © imago/imagebroker

Mercedes hält weiterhin am Verbrenner fest und sorgt damit für Unverständnis und Kritik. Viele sehen dies als eine neue Entscheidung und kritisieren die Aussagen des CEOs als unzuverlässig.

Die Transformation der Automobilindustrie verläuft deutlich schleppender als von der Politik ursprünglich prognostiziert. Infolgedessen müssen die Konzerne flexibel auf die veränderte Nachfrage der weltweiten Märkte reagieren. Zudem zwingen die anhaltend hohen Produktionskosten die Verantwortlichen zu einem radikalen Umdenken.

E-Mobilität gehört die Zukunft: Verbraucher senden anderes Signal – Autobauer reagieren

Als vor einigen Jahren das Verbrenner-Verbot beschlossen wurde und der Termin ab 2035 als unumstößlich galt, haben die großen Autobauer sich darauf eingestellt und entsprechend ihre Investitionen geplant und eingesetzt. Sie bauten Werke und stellten Produktionslinien um, damit effizient an E-Autos geforscht und gebaut werden konnte. Die ersten Modelle präsentierte man den Verbrauchern recht schnell und stellte die entsprechenden Vorteile heraus. Doch die Kunden wollten nicht wirklich. Sie verließen sich weiterhin auf ihren Verbrenner.

Die Situation verschärfte sich, als auch die Politik an den einst gestellten Weichen nicht mehr festhielt und das Verbrenner-Verbot aufweichen wollte. Die Folge: Die Menschen kaufen weiterhin fleißig einen Verbrenner. Den kennen sie und er ist erschwinglich. Entsprechend ruderten die Autohersteller wieder zurück und kündigten an, doch weiterhin neue Verbrenner-Modelle auf den Markt zu bringen, natürlich neben neuen E-Fahrzeugen.

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Mercedes hält weiter am Verbrenner fest: Kritik an neuer Entscheidung

Nun hat auch Mercedes eine Kehrtwende angekündigt und will ebenfalls weiterhin Verbrenner-Modelle anbieten. Eigentlich hatte Mercedes-Chef Ola Källenius angekündigt, dass man ab 2030 fast ausschließlich noch E-Modelle anbieten wolle. Damit wolle man der E-Mobilität und damit der Zukunft den Weg ebnen. Jetzt kippt diese Entscheidung jedoch. Inzwischen will Mercedes auch weit nach 2030 noch Verbrenner-Modelle anbieten. Diese Kehrtwende sorgt indessen für viel Kritik.

Man weiche nicht von dem ursprünglichen Plan ab, heißt es inzwischen. Natürlich wolle Mercedes vollelektrisch werden. Allerdings benötige man für die Umsetzung mehr Zeit, heißt es weiter. Damit ändert Källenius auch nicht ständig seine Entscheidung, verteidigt der Aufsichtsratschef Brudermüller den Kurs. Mercedes müsse jedoch auf die Lage am Markt reagieren.

(Quellen: Handelsblatt, dts Nachrichtenagentur)