Neue Führerschein-Änderung auf dem Weg – „Sie betrifft nun alle“

Zwei EU-Führerscheine liegen wie ein Fächer hintereinander. Man sieht in der linken oberen Ecke das Symbol für die EU. Daneben steht "Bundesrepublik Deutschland". Damit handelt es sich um aktuelle EU-weit gültige Führerscheine im Scheckkarten-Format.
Symbolbild © imago/Swaantje Hehmann

Derzeit befindet sich eine neue Führerschein-Änderung auf dem Weg, die zukünftig alle betrifft. Während die einen diese Änderung herbeisehnen, äußern sich andere kritisch über dieses neue Vorgehen.

Bei dem Führerschein hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Und nicht alles zum Guten. Nun ist eine neue Führerschein-Änderung auf dem Weg, die wieder die Geister in Deutschland scheidet.

„Kann sich kaum noch jemand leisten“: Fahrschulausbildung steigt enorm an

Schon längst vorbei sind die Zeiten, in denen man für die Fahr-Ausbildung nur schlappe 1.000 D-Mark bezahlen musste. Als der Preis auf 1.000 Euro anstieg, begannen die ersten Bürger, sich darüber aufzuregen. Die Steigerung vollzog sich ganz allmählich, und schon bald waren 2.000 und 2.500 Euro für den Führerschein das Maß der Dinge.

Doch von diesen Preisen sind wir im Jahr 2026 weit weg. Inzwischen bezahlen Fahrschüler bis zum endgültigen Erwerb ihres Führerscheins ca. 3.400 Euro. Damit kann sich nicht mehr jedes Elternpaar leisten, dem Kind den Weg in die Mobilität zu ebnen. Und auch vom Ausbildungsgehalt lässt sich der Lappen damit nicht mehr finanzieren. Die Forderung an die Politik: Hier muss sich endlich etwas tun. Und dies soll bald geschehen.

Neue Führerschein-Änderung auf dem Weg: Kritiker führen drastische Folgen an

Um den Führerschein bezahlbar zu machen, plant die Bundesregierung nun wesentliche Änderungen in der Fahr-Ausbildung. Der theoretische Unterricht soll zukünftig auch komplett online möglich sein. Hier findet keine Kritik statt, da man mit der Zeit gehen müsse und die Digitalität nun einmal die Zukunft sei. Dies sehen auch Kritiker so. Des Weiteren soll der Fragenkatalog von derzeit 1.169 auf 840 Fragen sinken. Mit diesem Vorgehen gefährde man die Verkehrssicherheit und könnte die Erfolge der letzten Jahre zunichte machen. Denn weniger Fragen würden laut Experten bedeuten, dass die neuen Autofahrer nicht mehr so viel wüssten und es daher vermehrt zu Unfällen kommen könne. Auch das Reduzieren der Sonderfahrten von zwölf auf drei würde diese Entwicklung unterstützen.

Lesen Sie auch
Neue Regel: Millionen Autos droht das TÜV-Aus in Deutschland

Zukünftig sollen Fahrschulen dazu verpflichtet sein, die Durchfallquoten und die Kosten öffentlich, zum Beispiel auf der Homepage, mitzuteilen. Dadurch würde man Transparenz für zukünftige Fahrschüler schaffen. Allerdings müssen die Fahrschulen bald wohl keine Ausbildungspläne mehr veröffentlichen. Dies sehen Kritiker ebenfalls als schwierigen Punkt an. Zudem soll die Fahrzeit in der Prüfung von 30 auf 25 Minuten gesenkt werden. Ebenfalls ein Aspekt, den Experten als gefährlich ansehen. Wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, soll die Ausbildung des zukünftigen Fahrers mit übernehmen dürfen. Ende März wird eine Entscheidung erwartet.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bundesverkehrsministerium, TÜV-Verband)