
Millionen Menschen droht nun eine neue Kostenfalle fürs Auto. Das Problem haben wohl die wenigsten auf dem Schirm und dürften bei der nächsten Reparatur wohl eine böse Überraschung erleben.
Wer einen Verbrenner fährt, muss nun mit einer weiteren Verteuerung rechnen. Denn es droht eine neue Kostenfalle fürs Auto, an die man wohl zunächst nicht denkt.
Verbrenner werden immer teurer: Nun droht neuer Kostenpunkt
Das Fahren und Unterhalten von Autos mit Verbrennungsmotor wird in Deutschland durch eine Kombination aus staatlichen Abgaben, steigenden CO₂-Preisen und neuen Versicherungseinstufungen kontinuierlich teurer. Die Bundesregierung treibt damit den Wandel hin zur E-Mobilität voran, während Verbraucher spürbare Mehrkosten im Alltag tragen müssen. Bisher war der CO₂-Preis staatlich gedeckelt. Ab dem 1. Januar 2027 wird das System auf den europäischen Emissionshandel ETS 2 umgestellt. Die Zertifikate für Sprit werden dann frei am Markt versteigert. Je nach Marktentwicklung könnte der Liter Benzin und Diesel allein durch den CO₂-Effekt ab 2027 um 20 bis 40 Cent teurer werden.
Für das Jahr 2027 wurden zudem die Regionalklassen und Typklassen vom Gesamtverband der Versicherer neu berechnet. Für Millionen Autofahrer insbesondere von älteren oder unfallanfälligeren Verbrennermodellen steigen dadurch die jährlichen Versicherungsprämien teils deutlich. Nun kommt ein weiterer Kostenpunkt hinzu.
Neue Kostenfalle fürs Auto – das kann teuer werden
Nun warnt der ADAC vor einer massiven, künstlich herbeigeführten Knappheit des Kältemittels R134a, das in den Klimaanlagen von Millionen älterer Fahrzeuge zum Einsatz kommt. Für Halter von Autos, die vor 2017 zugelassen wurden, drohen dadurch drastisch steigende Wartungskosten und im schlimmsten Fall irreparable Klimaanlagen. Der Stoff R134a gilt als starkes, fluoriertes Treibhausgas und massiver Klimakiller. Die aktuelle Richtlinie der Europäischen Union sieht vor, die am Markt verfügbare Menge schrittweise drastisch zu reduzieren.
Zudem sinken die Quoten rapide. Waren 2024 noch 31 Prozent der ursprünglichen Menge auf dem Markt erlaubt, sinkt dieser Anteil bis 2027 auf nur noch 17 Prozent und bis 2030 auf magere 9 Prozent. Das Problem dabei ist jedoch, dass die Zahl der älteren Fahrzeuge auf den Straßen bei Weitem nicht so schnell wie die legale Kältemittelmenge schrumpft. Das treibt die Beschaffungspreise für Werkstätten massiv in die Höhe. Damit zahlen Verbrenner-Fahrer ebenfalls ordentlich drauf.
(Quellen: ADAC, EU-Kommission)














