Neue Maßnahmen: Widerstand gegen Elektroauto-Pflicht wächst

Die Großaufnahme eines Elektroautos, wie es gerade auflädt. Das Elektroauto ist an ein Stromkabel angeschlossen. Die Farbe des Autos ist blau und einige Wassertropfen sind zu sehen. Forscher haben nun E-Autos mit 1.000 Kilometern Reichweite entwickelt.
Symbolbild © istockphoto/PhotoLife94

Von manchen in der Politik und Wirtschaft wird die E-Mobilitätswende gefördert, andere wiederum widersetzen sich. So wächst nun vielerorts der Widerstand gegen das, was man quasi eine E-Auto-Pflicht nennen könnte.

Stromer sind auf dem Vormarsch doch nicht jeder Autofahrer ist begeistert. Eine neue EU-Idee könnte Millionen Autofahrer nun indirekt treffen doch der Widerstand gegen die quasi E-Auto-Pflicht wächst auch.

Brüssel nimmt jetzt Firmenwagen ins Visier

Firmenwagen spielen für den europäischen Automarkt eine entscheidende Rolle. Denn einen großen Teil aller Neuwagen lassen zunächst Unternehmen, Leasingfirmen oder Autovermietungen zu. Nach einigen Jahren gelangen so viele dieser Fahrzeuge auf den Gebrauchtwagenmarkt und prägen damit auch das Angebot für Privatkäufer. Genau deshalb richtet die EU ihren Fokus nun verstärkt auf Unternehmensflotten. Ziel ist es, die Verkehrswende zu beschleunigen und den Anteil elektrischer Fahrzeuge zu erhöhen.

Gleichzeitig wächst jedoch auch die Kritik aus der Wirtschaft. Verbände und Unternehmen verweisen auf ungelöste Probleme wie hohe Strompreise, fehlende Lademöglichkeiten und einen langsamen Ausbau der Infrastruktur. Besonders in ländlichen Regionen sehen viele Betriebe Schwierigkeiten. Handwerker, Lieferdienste oder Pflegedienste sind auf zuverlässige Mobilität angewiesen und können nicht überall auf ein dichtes Ladenetz zurückgreifen.

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Widerstand gegen E-Zwang für Firmenwagen wächst

Im Mittelpunkt der Diskussion steht die geplante EU-Regelung „Clean Corporate Vehicles“. Also: Saubere Firmenwagen. Sie soll dafür sorgen, dass große Unternehmensflotten künftig verstärkt auf emissionsarme oder emissionsfreie Fahrzeuge setzen. Hintergrund ist dabei die enorme Bedeutung von Firmenwagen für den europäischen Fahrzeugmarkt. Nach den bisherigen Überlegungen sollen die Mitgliedstaaten ab 2030 bestimmte Zielvorgaben für neu zugelassene Firmenfahrzeuge erfüllen.

Mehrere EU-Länder und Branchenverbände lehnen verpflichtende Quoten jedoch ab. Sie fordern stattdessen finanzielle Anreize und bessere Rahmenbedingungen für den Umstieg auf Elektromobilität. Ob die Pläne tatsächlich umgesetzt werden, ist derzeit noch offen. Klar ist aber schon jetzt: Die Entscheidung aus Brüssel könnte die Zukunft von Firmenwagen und damit auch den gesamten europäischen Automarkt nachhaltig beeinflussen.

(Quellen: BILD, VDA, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)