Neue Revolution: E-Autos tanken Strom künftig ganz ohne Kabel

Ein rotes Elektroauto, das gerade parkt, lädt an einer E-Ladesäule seine Batterie auf, um weiterfahren zu können. Die Ladesäule ist mit einem Schlauch mit dem Fahrzeug verbunden.
Symbolbild © imago/NurPhoto

Die Forschung in Sachen Elektromobilität schreitet weiter voran. Allen voran soll sie effizient und umweltfreundlich sein. Daher arbeitet ein Team derzeit an einer Möglichkeit, E-Autos künftig ohne Kabel aufladen zu können.

Energieeffizienz ist das große Schlagwort, wenn es um E-Autos geht. Um den Ladevorgang einfacher und effizienter zu gestalten, arbeitet ein Schweizer Team gerade an einer innovativen Lösung.

Revolution: E-Autos tanken bald ganz ohne Kabel

Noch ist es so, dass Besitzer eines E-Autos entsprechende Ladesäulen mit Kabel finden müssen, um ihre Fahrzeuge aufladen zu können. Um dies zukünftig noch einfacher zu gestalten und die Elektromobilität weiter voranzutreiben, arbeiten Forscher und das Bundesamt für Energie (BFE) an einer neuen Lösung. Bei dem Projekt namens „INLADE“ unterstützen die Kantone Zürich und Aargau das Projekt, das es ermöglichen soll, kabellos zu laden. Die Methode an sich ist nicht gänzlich neu. Das sogenannte induktive Laden kennen viele Menschen bereits von ihrer Smartwatch, ihrem Handy oder anderen elektronischen Gerätschaften. Am wichtigsten dafür ist die korrekte Parkposition. Dazu wurden bereits ausgiebige Tests durchgeführt.

So funktioniert das Laden ohne Kabel bei E-Autos

Zunächst müssen die Fahrzeuge dafür ausgerüstet sein. Da es sich hierbei um ein Pilotprojekt handelt, müssen am E-Auto entsprechende Umbaumaßnahmen vorgenommen werden. Für das induktive Laden benötigt das Fahrzeug ein Magnetfeld in der Bodenplatte. Das entsprechende Gegenstück befindet sich im Boden an den Ladestationen. Der Vorgang startet automatisch, sobald das Auto korrekt eingeparkt ist. Dafür stehen kleine Bildschirme als Hilfestellung zur Verfügung. Künftig sollen diese Aufgabe Parkassistenten übernehmen. Ist das Auto in der richtigen Position, startet der Ladevorgang automatisch. Man muss also nichts weiter tun, als das Auto richtig auf der ebenerdig eingebauten Bodenplatte zu positionieren. Der Rest passiert von selbst.

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Das bedeutet auch, dass das bidirektionale Laden noch einfacher vonstattengeht. In der Schweiz laufen derzeit Tests unter realen Gegebenheiten zur induktiven Lademethode. Die Ergebnisse sind bislang durchweg positiv. Der Wirkungsgrad liegt bei etwa 90 Prozent – ist also vergleichbar mit dem Laden per Kabel. Außerdem sei das Auto so häufiger ans Stromnetz angeschlossen, wodurch sich – bei cleverer Nutzung – nicht nur die Stromkosten senken lassen, sondern auch noch etwas dazuverdient werden kann. Ab 2026 entfällt die Doppelbelastung beim Netzentgelt. Leiten E-Auto-Besitzer ihren überschüssigen Strom also wieder zurück ins Netzwerk, können sie jährlich zwischen 500 und 720 Euro verdienen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Empa, BFE, AMAG)