Neue Studie: Aggressives Fahren ruiniert den Akku von E-Autos

Ein aufgebrachter Mann sitzt in einem Auto auf der Fahrerseite. Durch das offene Fenster schimpft und gestikuliert der Mann während der Fahrt. Augen und Mund sind weit geöffnet.
Symbolbild © istockphoto/Juanmonino

Vorsicht bei diesem Fahrstil: Aggressives Fahren ruiniert offenbar den Akku des Stromers. Das belegt eine aktuelle Untersuchung. Analysen zeigen zudem, dass es weitere Faktoren gibt, die Einfluss auf die Batterie des E-Autos nehmen.

Der persönliche Fahrstil beeinflusst den Akku des E-Autos. Vor allem aggressive Fahrer müssen nun aufpassen: Eine Studie belegt jetzt, wie schlecht es um die Batterie steht.

Die Anzahl der E-Autos steigt immer weiter

Wer keine eigene Wallbox hat, muss seinen Stromer zur öffentlichen Ladesäule bringen. Inzwischen ist das gut machbar: Die Zahl der Ladepunkte lag nach Informationen der Bundesnetzagentur im Juli 2026 bei 209.605. Zwar werden viele Stationen bislang nicht genutzt, doch die Auslastung dürfte in den kommenden Jahren steigen. Geplant ist, dass die Ladeinfrastruktur bis 2030 deutlich ausgebaut wird. Das Ziel lautet: eine Million Ladestationen im Bundesgebiet. Insgesamt steigt das Interesse an E-Autos ‒ und auch die Zahl der Zulassungen nimmt zu. Einige Bedenken bleiben jedoch bestehen. Eine wesentliche Herausforderung stellt zum Beispiel die Lebensdauer des Akkus im Stromer dar.

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Warum aggressives Fahren den Akku ruiniert

Nun fanden Forscher der Shanghai Dianji University (SDJU) in einer Studie Folgendes heraus: Eine hohe Belastung des Batteriestroms durch einen aggressiven Fahrstil führt dazu, dass der Akku schneller altert. Wer sein E-Fahrzeug häufiger plötzlich bremst und zusätzlich regelmäßig abrupt beschleunigt, schadet der Lebensdauer der Batterie. Zum Vergleich: Die Eco-Fahrweise ‒ ruhig, vorausschauend und gleichmäßig ‒ reduziert den Alterungsstress deutlich, unabhängig von der durchschnittlichen Fahrgeschwindigkeit. Ein schonender Fahrstil ist demnach zu bevorzugen.

Dass die Fahrweise allerdings nicht der einzige Einflussfaktor ist, belegt eine Analyse des kanadischen Tech-Unternehmens Geotab. Demnach können auch hohe Temperaturen einen Nachteil für den Akku darstellen. Es wurden Daten von 22.700 E-Fahrzeugen ausgewertet. Das Ergebnis: Autos in heißeren Klimazonen zeigen im Mittel einen größeren Verlust der Batteriekapazität. Ein wesentlich größerer Faktor für den schnelleren Akkuverschleiß ist allerdings das regelmäßige Schnellladen, wie die Untersuchung ebenfalls ergab. Wer den Akku schonen will, setzt deshalb möglichst auf Wechselstromquellen.

(Quellen: Scientific Reports, Shanghai Dianji University)