Neue Studie deckt auf: E-Autos gelten als sicherer als Verbrenner

Futuristischer Innenraum eines Autos, das ein Konzeptfahrzeug darstellt. Ein Mann sitzt im modernen Fahrersitz und hält das Lenkrad, als würde er das Fahrzeug bedienen. Im Hintergrund steht ein Mann im Eingangsbereich.
Symbolbild © imago/Action Pictures

Eine neue Studie der Unfallforscher der Universitätsklinik Münster lenkt den Blick auf die Sicherheit von E-Autos. Die Experten kommen zu dem Ergebnis, dass Elektroautos in mehreren Bereichen wohl sicherer sind als Verbrenner.

Wieder einmal geraten E-Autos ins Visier der Wissenschaftler. An der Uni Münster gibt es eine aktuelle Studie, die sich mit der Sicherheit der Fahrzeuge beschäftigt. Und die Ergebnisse überraschen. Demnach sollen E-Autos tatsächlich sicherer sein als Verbrenner.

Brandneue Studie deckt auf: E-Autos wohl sicherer als Verbrenner

Für ihre Untersuchung werteten die Forscher zahlreiche Unfälle mit Elektro- und Verbrennerfahrzeugen aus. Dabei zeigte sich, dass moderne E-Autos aufgrund ihrer Bauweise und der verbauten Sicherheitssysteme ihre Insassen bei vielen Kollisionen besonders gut schützen können. Der tief im Fahrzeugboden verbaute Akku sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt, wodurch das Risiko eines Überschlags sinken kann. Hinzu kommen stabile Karosseriestrukturen und moderne Assistenzsysteme, die inzwischen in vielen Elektrofahrzeugen serienmäßig verbaut sind.

Die Studie zeigt jedoch auch, dass Elektromobilität neue Herausforderungen mit sich bringt. So registrierten die Unfallforscher häufiger Zusammenstöße mit Fußgängern und Radfahrern bei niedrigen Geschwindigkeiten. Ein Grund dafür könnte sein, dass Elektroautos deutlich leiser unterwegs sind und deshalb insbesondere beim Anfahren oder Rangieren später wahrgenommen werden. Zwar verfügen neue Fahrzeuge über gesetzlich vorgeschriebene Warngeräusche, dennoch sehen die Wissenschaftler hier weiteren Verbesserungsbedarf.

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Fahrverhalten entscheidend für die Sicherheit der E-Autos und Verbrenner

Ein weiterer Punkt betrifft die Bedienung der Fahrzeuge. Systeme wie das sogenannte One-Pedal-Driving verändern das Fahrverhalten deutlich. Nach Einschätzung der Forscher kann dies insbesondere bei ungeübten Fahrern zu Fehlbedienungen führen. Deshalb empfehlen sie, die Fahrer noch stärker auf diese Besonderheiten vorzubereiten und Assistenzsysteme weiterzuentwickeln.

Auch beim Thema Umwelt mahnen Experten zu einer differenzierten Betrachtung. Die Münsteraner Studie untersucht die Verkehrssicherheit und trifft keine Aussage darüber, ob Elektroautos klimafreundlicher sind als Verbrenner. Andere wissenschaftliche Untersuchungen kommen weiterhin zu dem Ergebnis, dass E-Autos über ihren gesamten Lebenszyklus in der Regel eine bessere CO₂-Bilanz erreichen – insbesondere dann, wenn sie mit einem zunehmend erneuerbaren Strommix betrieben werden.

(Quellen: Universitätsklinikum Münster – Unfallforschung, ADAC, Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt), Kraftfahrt-Bundesamt)